Sachkundeprüfung §34a Gewerberecht: Prüfungsfragen 2026

Originale Prüfungsfragen der Sachkundeprüfung §34a Gewerberecht – mit den richtigen Antworten und Erklärungen. Der vollständige Fragenkatalog umfasst 60 Fragen, die du alle kostenlos online üben kannst.

Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026

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Alle Prüfungsfragen zur Sachkundeprüfung §34a im Überblick

Prüfungsfragen für Sachkundeprüfung §34a Gewerberecht

Eine Auswahl echter Prüfungsfragen mit den richtigen Antworten und verständlichen Erklärungen. So bereitest du dich gezielt auf Sachkundeprüfung §34a Gewerberecht vor.

  1. 1.Welche Behörde ist primär für die Erteilung der Erlaubnis im Bewachungsgewerbe zuständig?

    • Das Finanzamt
    • Die Industrie- und Handelskammer (IHK)
    • Die zuständige Kreisverwaltungsbehörde oder das Ordnungsamt
    • Das Amtsgericht

    Erklärung: Für die Erlaubnis im Bewachungsgewerbe ist nicht die IHK zuständig, sondern die örtliche Behörde, also in der Regel die zuständige Kreisverwaltungsbehörde bzw. das Ordnungsamt. Dort wird deine Zuverlässigkeit und Eignung geprüft.

    Infografik zur Erklärung: Welche Behörde ist primär für die Erteilung der Erlaubnis im Bewachungsgewerbe zuständig?
  2. 2.Was ist der Hauptzweck des Bewacherregisters (BWR)?

    • Die Erfassung aller Waffen im Privatbesitz von Sicherheitsmitarbeitern
    • Die Überprüfung und Überwachung der Zuverlässigkeit und Qualifikation von Sicherheitspersonal
    • Die zentrale Steuerung der Einsatzpläne aller Sicherheitsfirmen
    • Die Abrechnung der Gewerbesteuer für Sicherheitsunternehmen

    Erklärung: Das Bewacherregister dient dazu, Sicherheitsmitarbeiter zentral zu erfassen und ihre Zuverlässigkeit sowie Qualifikation zu überprüfen und zu überwachen.

    Infografik zur Erklärung: Was ist der Hauptzweck des Bewacherregisters (BWR)?
  3. 3.Wann muss ein Sicherheitsmitarbeiter spätestens im Bewacherregister angemeldet werden?

    • Innerhalb von 4 Wochen nach Arbeitsbeginn
    • Spätestens am ersten Arbeitstag vor Dienstantritt
    • Nach Ende der Probezeit
    • Sobald der erste Lohn ausgezahlt wird

    Erklärung: Der Sicherheitsmitarbeiter muss bereits vor dem ersten Einsatz im Bewachungsgewerbe gemeldet sein, also spätestens am ersten Arbeitstag vor Dienstantritt. Ohne vorherige Anmeldung im Bewacherregister darf er nicht eingesetzt werden.

    Infografik zur Erklärung: Wann muss ein Sicherheitsmitarbeiter spätestens im Bewacherregister angemeldet werden?
  4. 4.Welche Mindestversicherungssumme für Personenschäden schreibt der Gesetzgeber für die Haftpflichtversicherung im Bewachungsgewerbe vor?

    • 250.000 Euro
    • 500.000 Euro
    • 1.000.000 Euro
    • 2.000.000 Euro

    Erklärung: Merke: Für Personenschäden im Bewachungsgewerbe verlangt der Gesetzgeber mindestens 1.000.000 Euro Versicherungssumme – also eine Million, nicht weniger.

    Infografik zur Erklärung: Welche Mindestversicherungssumme für Personenschäden schreibt der Gesetzgeber für die Haftpflichtversicherung im Bewachungsgewerbe vor?
  5. 5.Was versteht man unter dem "Jedermannsrecht" im Kontext der Befugnisse von Sicherheitsmitarbeitern?

    • Das Recht, hoheitliche Aufgaben wie Verkehrskontrollen durchzuführen
    • Rechte, die jedem Bürger zustehen, wie Notwehr und vorläufige Festnahme
    • Das Recht, Waffen ohne Waffenschein zu führen
    • Das Sonderrecht der Sicherheitsdienste gegenüber der Polizei

    Erklärung: Jedermannsrecht sind allgemeine Bürgerrechte, die jeder hat, z. B. Notwehr und das Recht zur vorläufigen Festnahme. Sicherheitsmitarbeiter haben hier keine Sonderrechte, sondern nutzen nur diese allgemeinen Rechte.

    Infografik zur Erklärung: Was versteht man unter dem "Jedermannsrecht" im Kontext der Befugnisse von Sicherheitsmitarbeitern?
  6. 6.Wie lange dauert das Unterrichtungsverfahren für Sicherheitsmitarbeiter (ohne Prüfung) mindestens?

    • 24 Unterrichtsstunden
    • 40 Unterrichtsstunden
    • 80 Unterrichtsstunden
    • 120 Unterrichtsstunden

    Erklärung: Das Unterrichtungsverfahren für Sicherheitsmitarbeiter ohne Prüfung ist eine kurze Grundschulung und dauert gesetzlich mindestens 40 Unterrichtsstunden. Merke: Nicht 24 (zu kurz), nicht 80 oder 120 (zu lang), sondern 40 Stunden.

    Infografik zur Erklärung: Wie lange dauert das Unterrichtungsverfahren für Sicherheitsmitarbeiter (ohne Prüfung) mindestens?
  7. 7.In welchen Fällen darf von der Tragepflicht eines Ausweises/Schildes abgesehen werden?

    • Wenn es dem Mitarbeiter unangenehm ist
    • Bei Tätigkeiten als Ladendetektiv zur Vermeidung der Erkennung
    • Wenn der Auftraggeber dies schriftlich anordnet, ohne rechtlichen Grund
    • Bei der Bewachung von Flüchtlingsunterkünften

    Erklärung: Die Ausweispflicht soll Transparenz schaffen, aber bei verdeckten Tätigkeiten wie als Ladendetektiv würde ein sichtbarer Ausweis die Erkennung erleichtern. Deshalb darf hier ausnahmsweise auf das Tragen des Ausweises verzichtet werden.

    Infografik zur Erklärung: In welchen Fällen darf von der Tragepflicht eines Ausweises/Schildes abgesehen werden?
  8. 8.Was ist eine "Dienstanweisung" im Sinne der Bewachungsverordnung?

    • Eine mündliche Absprache zwischen Chef und Mitarbeiter
    • Eine schriftliche Regelung des Gewerbetreibenden, die den Dienstbetrieb bestimmt
    • Ein Gesetz, das vom Bundestag verabschiedet wurde
    • Eine Empfehlung der IHK

    Erklärung: Eine Dienstanweisung ist immer schriftlich festgelegt und kommt vom Gewerbetreibenden (Arbeitgeber); sie regelt verbindlich, wie der Dienst abzulaufen hat.

    Infografik zur Erklärung: Was ist eine "Dienstanweisung" im Sinne der Bewachungsverordnung?
  9. 9.Welche Folge hat der Verlust der Zuverlässigkeit für einen Sicherheitsmitarbeiter?

    • Er muss eine Nachschulung besuchen
    • Ihm wird die Tätigkeit im Bewachungsgewerbe untersagt
    • Er darf nur noch im Innendienst arbeiten
    • Er muss lediglich ein Bußgeld zahlen

    Erklärung: Verliert ein Sicherheitsmitarbeiter seine Zuverlässigkeit, darf er im Bewachungsgewerbe nicht mehr arbeiten. Die Behörde untersagt ihm dann die weitere Tätigkeit als Sicherheitsmitarbeiter.

    Infografik zur Erklärung: Welche Folge hat der Verlust der Zuverlässigkeit für einen Sicherheitsmitarbeiter?
  10. 10.Welche Behörde führt das Bewacherregister?

    • Das Bundeskriminalamt
    • Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
    • Die lokale Polizeidienststelle
    • Das Statistische Bundesamt

    Erklärung: Das Bewacherregister wird seit dem 10. Oktober 2022 vom Statistischen Bundesamt (Destatis) geführt. Zuvor war das BAFA zuständig. Das Register ist eine bundesweite Datenbank, in der alle Bewachungsunternehmen und deren Wachpersonal erfasst werden.

  11. 11.Ab welcher Strafe gilt man im Regelfall als "unzuverlässig" im Sinne des Gewerberechts?

    • Geldstrafe von mindestens 30 Tagessätzen
    • Geldstrafe von mindestens 60 Tagessätzen
    • Geldstrafe von mindestens 90 Tagessätzen
    • Nur bei Freiheitsstrafen

    Erklärung: Im Gewerberecht gilt man in der Regel als unzuverlässig, wenn man zu einer Geldstrafe von mindestens 90 Tagessätzen verurteilt wurde. Merke: Grenze der Unzuverlässigkeit = Geldstrafe ab 90 Tagessätzen.

    Infografik zur Erklärung: Ab welcher Strafe gilt man im Regelfall als "unzuverlässig" im Sinne des Gewerberechts?
  12. 12.Was regelt § 34a der Gewerbeordnung (GewO)?

    • Die Preise für Sicherheitsdienstleistungen
    • Die Erlaubnispflicht für das Bewachungsgewerbe
    • Die Uniformpflicht für die Polizei
    • Die Arbeitszeiten im Einzelhandel

    Erklärung: § 34a GewO regelt, dass man für das Bewachungsgewerbe eine behördliche Erlaubnis braucht. Es geht also nicht um Preise oder Arbeitszeiten, sondern um die Erlaubnispflicht für Sicherheitsunternehmen.

    Infografik zur Erklärung: Was regelt § 34a der Gewerbeordnung (GewO)?

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