Sachkundeprüfung §34a Prüfungsfragen 2026

Originale Prüfungsfragen der Sachkundeprüfung §34a – mit den richtigen Antworten und verständlichen Erklärungen, sortiert nach Themengebieten. Alle 103 Fragen kannst du kostenlos online üben.

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Prüfungsfragen für Sachkundeprüfung §34a Straf- und Strafverfahrensrecht

Eine Auswahl echter Prüfungsfragen mit den richtigen Antworten und verständlichen Erklärungen. So bereitest du dich gezielt auf Sachkundeprüfung §34a Straf- und Strafverfahrensrecht vor.

  1. 1.Ab welchem Alter ist ein Kind bzw. Jugendlicher in Deutschland grundsätzlich strafmündig (schuldfähig)?

    • Ab Vollendung des 7. Lebensjahres.
    • Ab Vollendung des 12. Lebensjahres.
    • Ab Vollendung des 14. Lebensjahres.
    • Ab Vollendung des 16. Lebensjahres.
    • Ab Vollendung des 18. Lebensjahres.

    Erklärung: Strafmündig ist man in Deutschland grundsätzlich erst ab Vollendung des 14. Lebensjahres. Vor 14 Jahren gilt ein Kind als strafunmündig und kann nicht nach dem Strafrecht bestraft werden.

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  2. 2.Was versteht man unter „Beihilfe“ (§ 27 StGB)?

    • Das bewusste und gewollte Hilfeleisten zu einer vorsätzlichen rechtswidrigen Tat eines anderen.
    • Das Anstiften eines anderen zur Tat.
    • Die gemeinsame Ausführung der Tat als Mittäter.
    • Das bloße Anwesendsein am Tatort.
    • Die Hilfeleistung nach Beendigung der Tat (Begünstigung).

    Erklärung: Beihilfe bedeutet, dass jemand eine vorsätzliche Straftat eines anderen bewusst unterstützt, zum Beispiel durch Rat, Tat oder Mittel. Wichtig ist: Hilfeleisten zu einer fremden, vorsätzlichen und rechtswidrigen Tat.

    Infografik zur Erklärung: Was versteht man unter „Beihilfe“ (§ 27 StGB)?
  3. 3.Welches Rechtsgut schützt § 239 StGB (Freiheitsberaubung)?

    • Die allgemeine Handlungsfreiheit.
    • Die Fortbewegungsfreiheit (persönliche Freiheit).
    • Das Eigentum.
    • Die Ehre.
    • Die körperliche Unversehrtheit.

    Erklärung: § 239 StGB schützt die Möglichkeit, sich frei zu bewegen. Es geht also um die Fortbewegungsfreiheit, also die persönliche Freiheit, den Ort zu wechseln.

    Infografik zur Erklärung: Welches Rechtsgut schützt § 239 StGB (Freiheitsberaubung)?
  4. 4.Was versteht man unter einer „Putativnotwehr“?

    • Wenn der Täter irrig annimmt, es läge eine Notwehrlage vor, obwohl diese objektiv nicht existiert.
    • Wenn der Täter die Grenzen der Notwehr überschreitet.
    • Wenn der Täter absichtlich eine Notwehrlage provoziert.
    • Wenn der Täter einem Dritten hilft.
    • Wenn der Täter in Notwehr handelt, aber unverhältnismäßige Mittel einsetzt.

    Erklärung: Putativnotwehr liegt vor, wenn jemand nur glaubt, sich in einer Notwehrlage zu befinden, tatsächlich aber keine echte Notwehrsituation besteht. Es ist also ein Irrtum über das Vorliegen einer Notwehrlage.

    Infografik zur Erklärung: Was versteht man unter einer „Putativnotwehr“?
  5. 5.Was ist eine „üble Nachrede“ (§ 186 StGB)?

    • Das Behaupten von Tatsachen, die nicht erweislich wahr sind und jemanden herabwürdigen.
    • Das Verbreiten von Tatsachen, die wahr sind, aber beleidigend.
    • Das direkte Beleidigen.
    • Lügen vor Gericht.
    • Das Erzählen von Witzen.

    Erklärung: Üble Nachrede bedeutet, dass man über jemanden angebliche Tatsachen behauptet oder verbreitet, die nicht nachweisbar wahr sind und seinen Ruf schädigen. Entscheidend ist also: nicht erweislich wahr und rufschädigend.

    Infografik zur Erklärung: Was ist eine „üble Nachrede“ (§ 186 StGB)?
  6. 6.Wann ist eine Handlung „rechtswidrig“?

    • Wenn sie einen Straftatbestand erfüllt und kein Rechtfertigungsgrund vorliegt.
    • Wenn der Täter böse Absichten hat.
    • Wenn sie gegen die guten Sitten verstößt.
    • Wenn der Täter schuldunfähig ist.
    • Wenn ein Gesetz die Handlung verbietet.

    Erklärung: Rechtswidrig ist eine Handlung, wenn sie den Tatbestand eines Strafgesetzes erfüllt und es keinen Rechtfertigungsgrund gibt (z. B. Notwehr). Also: Verbotene Tat + kein erlaubender Grund = rechtswidrig.

    Infografik zur Erklärung: Wann ist eine Handlung „rechtswidrig“?
  7. 7.Was bedeutet „Gefahr im Verzug“ im Rahmen der vorläufigen Festnahme (§ 127 StPO)?

    • Wenn die richterliche Anordnung nicht rechtzeitig eingeholt werden kann, ohne den Erfolg der Festnahme zu gefährden (bzw. obrigkeitliche Hilfe nicht rechtzeitig erreichbar ist).
    • Wenn der Täter bewaffnet ist.
    • Wenn es regnet.
    • Wenn die Polizei keine Zeit hat.
    • Wenn die Identitätsfeststellung sonst nicht möglich wäre.

    Erklärung: „Gefahr im Verzug“ heißt, dass man nicht auf eine richterliche oder behördliche Entscheidung warten kann, weil sonst die Festnahme scheitern oder der Zweck der Maßnahme vereitelt würde. Dann darf ausnahmsweise sofort gehandelt werden.

    Infografik zur Erklärung: Was bedeutet „Gefahr im Verzug“ im Rahmen der vorläufigen Festnahme (§ 127 StPO)?

Prüfungsfragen für Sachkundeprüfung §34a Bürgerliches Gesetzbuch

Eine Auswahl echter Prüfungsfragen mit den richtigen Antworten und verständlichen Erklärungen. So bereitest du dich gezielt auf Sachkundeprüfung §34a Bürgerliches Gesetzbuch vor.

  1. 1.Welches grundlegende Prinzip kennzeichnet das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) im Verhältnis zwischen den beteiligten Parteien?

    • Es herrscht das Prinzip der Über- und Unterordnung.
    • Es gilt das Prinzip der Gleichordnung (Privatautonomie).
    • Der Staat steht immer über dem Bürger.
    • Es handelt sich um ein subordinationsrechtliches Verhältnis.

    Erklärung: Im BGB begegnen sich die Parteien rechtlich auf Augenhöhe: Es gilt das Prinzip der Gleichordnung, man spricht von Privatautonomie. Niemand ist dem anderen von vornherein über- oder untergeordnet.

    Infografik zur Erklärung: Welches grundlegende Prinzip kennzeichnet das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) im Verhältnis zwischen den beteiligten Parteien?
  2. 2.Wer ist im Sinne des BGB als „Eigentümer“ einer Sache zu verstehen?

    • Jemand, der die tatsächliche Gewalt über die Sache ausübt.
    • Jemand, dem die Sache rechtlich gehört und der nach Belieben mit ihr verfahren kann.
    • Jemand, der die Sache nur vorübergehend gemietet hat.
    • Der Besitzdiener, der die Sache für einen anderen verwahrt.

    Erklärung: Im BGB ist der Eigentümer die Person, der eine Sache rechtlich gehört und die rechtlich frei darüber bestimmen darf (z. B. verkaufen, verschenken, zerstören). Besitz (tatsächliche Gewalt) und Eigentum (rechtliche Zuordnung) sind zu unterscheiden.

    Infografik zur Erklärung: Wer ist im Sinne des BGB als „Eigentümer“ einer Sache zu verstehen?
  3. 3.Was versteht man unter „Besitz“ gemäß § 854 BGB?

    • Die rechtliche Herrschaft über eine Sache.
    • Die tatsächliche Gewalt über eine Sache.
    • Den Eigentumsnachweis durch Kaufvertrag.
    • Das Recht, eine Sache zu verkaufen.

    Erklärung: Besitz nach § 854 BGB bedeutet, dass jemand die tatsächliche Gewalt über eine Sache ausübt, also sie faktisch in seiner Hand oder unter seiner Kontrolle hat. Es geht nicht um Eigentum oder Rechte, sondern nur darum, wer die Sache tatsächlich beherrscht.

    Infografik zur Erklärung: Was versteht man unter „Besitz“ gemäß § 854 BGB?
  4. 4.Ab welchem Alter ist ein Mensch in Deutschland gemäß BGB voll geschäftsfähig?

    • Ab Vollendung des 7. Lebensjahres.
    • Ab Vollendung des 14. Lebensjahres.
    • Ab Vollendung des 18. Lebensjahres.
    • Ab Vollendung des 21. Lebensjahres.

    Erklärung: Nach dem BGB ist man erst mit Vollendung des 18. Lebensjahres voll geschäftsfähig. Vorher ist man nur beschränkt oder gar nicht geschäftsfähig.

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  5. 5.Wann beginnt die Deliktsfähigkeit bei Kindern grundsätzlich gemäß § 828 Abs. 1 BGB?

    • Mit Vollendung des 7. Lebensjahres.
    • Mit der Geburt.
    • Mit Vollendung des 14. Lebensjahres.
    • Mit Vollendung des 10. Lebensjahres.

    Erklärung: Deliktsfähigkeit bedeutet, dass jemand für einen Schaden rechtlich verantwortlich gemacht werden kann. Kinder sind nach § 828 Abs. 1 BGB bis zur Vollendung des 7. Lebensjahres deliktsunfähig, ab dem 7. Geburtstag beginnt also grundsätzlich ihre Deliktsfähigkeit.

    Infografik zur Erklärung: Wann beginnt die Deliktsfähigkeit bei Kindern grundsätzlich gemäß § 828 Abs. 1 BGB?
  6. 6.Was versteht man unter „verbotener Eigenmacht“ gemäß § 858 BGB?

    • Die Wegnahme einer Sache durch den Eigentümer.
    • Die Besitzentziehung oder -störung ohne den Willen des Besitzers und ohne gesetzliche Gestattung.
    • Die rechtmäßige Pfändung durch einen Gerichtsvollzieher.
    • Die Notwehr gegen einen rechtswidrigen Angriff.

    Erklärung: Verbotene Eigenmacht liegt vor, wenn jemand einem anderen den Besitz entzieht oder ihn darin stört, ohne dessen Willen und ohne gesetzliche Erlaubnis. Entscheidend sind also Besitzentziehung oder -störung gegen den Willen des Besitzers und ohne rechtliche Grundlage.

    Infografik zur Erklärung: Was versteht man unter „verbotener Eigenmacht“ gemäß § 858 BGB?
  7. 7.Ein Ladendetektiv beobachtet, wie ein Dieb Ware einsteckt und den Laden verlassen will. Darf er ihm die Ware sofort wieder abnehmen?

    • Nein, er muss auf die Polizei warten.
    • Ja, im Rahmen der Besitzkehr, wenn er den Täter auf frischer Tat verfolgt oder betroffen hat.
    • Ja, aber nur, wenn der Warenwert 50 Euro übersteigt.
    • Nein, das wäre Raub.

    Erklärung: Der Ladendetektiv darf die Ware im Rahmen der sogenannten Besitzkehr zurückholen, wenn er den Dieb auf frischer Tat betroffen oder unmittelbar verfolgt. Er braucht dafür nicht auf die Polizei zu warten, solange er verhältnismäßig vorgeht.

    Infografik zur Erklärung: Ein Ladendetektiv beobachtet, wie ein Dieb Ware einsteckt und den Laden verlassen will. Darf er ihm die Ware sofort wieder abnehmen?
  8. 8.Wann liegt eine Notwehrlage gemäß § 227 BGB vor?

    • Bei einem gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriff auf ein Rechtsgut.
    • Bei einer Gefahr, die von einer Sache ausgeht.
    • Bei einem Angriff, der bereits beendet ist.
    • Wenn man sich rächen möchte.

    Erklärung: Notwehr nach § 227 BGB ist nur erlaubt, wenn gerade jetzt ein rechtswidriger Angriff auf ein geschütztes Rechtsgut (z. B. Körper, Eigentum) stattfindet. Weder vergangene Angriffe noch bloße Gefahrenlagen oder Rache sind Notwehr.

    Infografik zur Erklärung: Wann liegt eine Notwehrlage gemäß § 227 BGB vor?
  9. 9.Was versteht man unter „Nothilfe“?

    • Die Verteidigung eines anderen gegen einen gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriff.
    • Die Hilfeleistung nach einem Verkehrsunfall.
    • Den Anruf bei der Polizei (Notruf 110).
    • Die Verteidigung gegen eine Gefahr, die von einem Tier ausgeht.

    Erklärung: Nothilfe ist wie Notwehr, nur für eine andere Person: Man darf einen gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriff abwehren, der sich gegen jemand anderen richtet.

    Infografik zur Erklärung: Was versteht man unter „Nothilfe“?
  10. 10.Was regelt der § 228 BGB (Defensiver Notstand)?

    • Die Einwirkung auf eine fremde Sache, von der eine Gefahr ausgeht.
    • Die Einwirkung auf eine fremde Sache, von der keine Gefahr ausgeht.
    • Die Verteidigung gegen einen menschlichen Angreifer.
    • Die Festnahme eines Straftäters.

    Erklärung: § 228 BGB erlaubt es, auf eine fremde Sache einzuwirken, wenn gerade von dieser Sache selbst eine Gefahr ausgeht, um Schaden abzuwenden. Merke: Defensiver Notstand = Eingriff in die gefährliche Sache.

    Infografik zur Erklärung: Was regelt der § 228 BGB (Defensiver Notstand)?
  11. 11.Welche Bedingung muss beim defensiven Notstand (§ 228 BGB) erfüllt sein?

    • Der Schaden an der Sache darf nicht außer Verhältnis zur abgewendeten Gefahr stehen.
    • Die Gefahr muss von einem Menschen ausgehen.
    • Die Handlung muss zwingend von der Polizei genehmigt werden.
    • Es darf kein Schadensersatzanspruch entstehen.

    Erklärung: Beim defensiven Notstand darfst du eine fremde Sache nur beschädigen, wenn der dadurch entstehende Schaden nicht größer ist als die Gefahr, die du damit abwendest. Es muss also ein angemessenes Verhältnis zwischen Schaden und abgewendeter Gefahr bestehen.

    Infografik zur Erklärung: Welche Bedingung muss beim defensiven Notstand (§ 228 BGB) erfüllt sein?
  12. 12.Ein freilaufender Hund greift Sie an. Sie treten den Hund, um sich zu schützen. Nach welchem Paragrafen ist die Sachbeschädigung am Hund gerechtfertigt?

    • § 227 BGB (Notwehr) - da Tiere als Sachen gelten, aber wie Angreifer behandelt werden können (umstritten).
    • § 228 BGB (Defensiver Notstand) - da die Gefahr von der Sache (Hund) ausgeht.
    • § 904 BGB (Aggressiver Notstand).
    • § 229 BGB (Selbsthilfe).

    Erklärung: Hier geht die Gefahr von der „Sache“ Hund aus, nicht von einem Menschen. Deshalb ist die Beschädigung des Hundes zur Abwehr der Gefahr nach § 228 BGB (defensiver Notstand) gerechtfertigt.

    Infografik zur Erklärung: Ein freilaufender Hund greift Sie an. Sie treten den Hund, um sich zu schützen. Nach welchem Paragrafen ist die Sachbeschädigung am Hund gerechtfertigt?

Prüfungsfragen für Sachkundeprüfung §34a Unfallverhütungsvorschriften

Eine Auswahl echter Prüfungsfragen mit den richtigen Antworten und verständlichen Erklärungen. So bereitest du dich gezielt auf Sachkundeprüfung §34a Unfallverhütungsvorschriften vor.

  1. 1.Welches grundlegende Ziel verfolgen die Unfallverhütungsvorschriften (UVV) im Bewachungsgewerbe?

    • Die Maximierung des Unternehmensgewinns durch schnellere Arbeitsabläufe.
    • Die Prävention von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren.
    • Die ausschließliche Regelung von Arbeitszeiten und Pausen.
    • Die Übertragung der vollen Haftung auf den Arbeitnehmer.

    Erklärung: Die UVV sollen Beschäftigte schützen, indem sie Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und gesundheitliche Gefahren am Arbeitsplatz verhindern. Es geht also immer um Sicherheit und Gesundheit, nicht um Gewinnmaximierung oder Haftungsverschiebung.

    Infografik zur Erklärung: Welches grundlegende Ziel verfolgen die Unfallverhütungsvorschriften (UVV) im Bewachungsgewerbe?
  2. 2.Für wen sind die Unfallverhütungsvorschriften (z. B. DGUV Vorschrift 23) rechtlich bindend?

    • Nur für den Unternehmer.
    • Nur für die Sicherheitsmitarbeiter.
    • Sowohl für den Unternehmer als auch für die versicherten Mitarbeiter.
    • Nur für externe Besucher des bewachten Objektes.

    Erklärung: Unfallverhütungsvorschriften gelten immer für beide Seiten: Der Unternehmer muss sie umsetzen und die versicherten Mitarbeiter müssen sie einhalten.

    Infografik zur Erklärung: Für wen sind die Unfallverhütungsvorschriften (z. B. DGUV Vorschrift 23) rechtlich bindend?
  3. 3.Welche Konsequenzen können Verstöße gegen die Unfallverhütungsvorschriften haben?

    • Es gibt keine Konsequenzen, da es sich nur um Empfehlungen handelt.
    • Bußgelder für den Unternehmer und den Versicherten sowie arbeitsrechtliche Folgen.
    • Ausschließlich eine Ermahnung durch den Betriebsrat.
    • Der Verlust des Personalausweises.

    Erklärung: Unfallverhütungsvorschriften sind verbindlich, keine bloßen Empfehlungen. Bei Verstößen drohen Bußgelder für Unternehmer und Versicherte sowie arbeitsrechtliche Konsequenzen wie Abmahnung oder Kündigung.

    Infografik zur Erklärung: Welche Konsequenzen können Verstöße gegen die Unfallverhütungsvorschriften haben?
  4. 4.Ab welcher Anzahl von anwesenden Versicherten muss ein Sicherheitsbeauftragter bestellt werden?

    • Ab 5 Beschäftigten.
    • Ab 10 Beschäftigten.
    • Ab 20 Beschäftigten.
    • Ab 50 Beschäftigten.

    Erklärung: Ein Sicherheitsbeauftragter ist erst ab 20 Beschäftigten vorgeschrieben. Merke: Grenze für den Sicherheitsbeauftragten = 20 Personen im Betrieb.

    Infografik zur Erklärung: Ab welcher Anzahl von anwesenden Versicherten muss ein Sicherheitsbeauftragter bestellt werden?
  5. 5.Welche Aussage zur „Dienstanweisung“ gemäß DGUV Vorschrift 23 ist korrekt?

    • Der Unternehmer muss eine schriftliche Dienstanweisung erstellen, die das sicherheitsgerechte Verhalten regelt.
    • Dienstanweisungen sind nur für den Geld- und Werttransport notwendig.
    • Dienstanweisungen dürfen nur mündlich erteilt werden.
    • Die Erstellung der Dienstanweisung obliegt allein dem Auftraggeber (Kunden).

    Erklärung: Nach DGUV Vorschrift 23 muss der Unternehmer eine schriftliche Dienstanweisung erstellen, in der das sicherheitsgerechte Verhalten genau festgelegt ist. Sie ist nicht nur für spezielle Bereiche wie Geld- und Werttransport vorgeschrieben, sondern gilt allgemein für den Sicherheitsdienst.

    Infografik zur Erklärung: Welche Aussage zur „Dienstanweisung“ gemäß DGUV Vorschrift 23 ist korrekt?
  6. 6.Was gilt für den Konsum von Alkohol und anderen berauschenden Mitteln im Sicherheitsdienst gemäß DGUV Vorschrift 23?

    • Alkohol ist in geringen Mengen (bis 0,5 Promille) erlaubt.
    • Der Konsum ist nur während der Pausen gestattet.
    • Der Konsum ist während der Arbeit sowie einen angemessenen Zeitraum vor Dienstantritt verboten.
    • Es gibt keine speziellen Regelungen in der DGUV V23, dies regelt nur der Arbeitsvertrag.

    Erklärung: Im Sicherheitsdienst gilt nach DGUV Vorschrift 23 ein striktes Alkoholverbot: Weder während der Arbeit noch in einem angemessenen Zeitraum vor Dienstbeginn dürfen Alkohol oder andere berauschende Mittel konsumiert werden.

    Infografik zur Erklärung: Was gilt für den Konsum von Alkohol und anderen berauschenden Mitteln im Sicherheitsdienst gemäß DGUV Vorschrift 23?
  7. 7.Welche Anforderungen stellt die DGUV Vorschrift 23 an das Schuhwerk von Sicherheitsmitarbeitern?

    • Es müssen zwingend Stahlkappenschuhe der Klasse S3 getragen werden.
    • Das Schuhwerk muss sportlich und atmungsaktiv sein.
    • Das Schuhwerk muss den Fuß fest umschließen, eine rutschhemmende Sohle haben und flach sein.
    • Es dürfen ausschließlich schwarze Lederschuhe getragen werden.

    Erklärung: Die DGUV Vorschrift 23 verlangt kein bestimmtes Modell wie S3-Schuhe, sondern dass das Schuhwerk den Fuß sicher umschließt, eine rutschhemmende Sohle hat und flach ist. Entscheidend sind also sicherer Halt und Rutschfestigkeit, nicht Farbe oder Marke.

    Infografik zur Erklärung: Welche Anforderungen stellt die DGUV Vorschrift 23 an das Schuhwerk von Sicherheitsmitarbeitern?
  8. 8.Wann hat der Unternehmer dafür zu sorgen, dass Sicherheitsmitarbeiter eine spezielle Einweisung in das Sicherungsobjekt erhalten?

    • Nur nach einem Arbeitsunfall.
    • Vor der ersten Aufnahme der Tätigkeit im jeweiligen Objekt.
    • Einmal jährlich pauschal für alle Objekte.
    • Nur wenn der Auftraggeber dies ausdrücklich wünscht.

    Erklärung: Jedes Objekt ist anders, deshalb muss die spezielle Einweisung immer vor der ersten Aufnahme der Tätigkeit im jeweiligen Objekt erfolgen, nicht erst später oder nur auf Wunsch des Auftraggebers.

    Infografik zur Erklärung: Wann hat der Unternehmer dafür zu sorgen, dass Sicherheitsmitarbeiter eine spezielle Einweisung in das Sicherungsobjekt erhalten?
  9. 9.Welche der folgenden Gegenstände sind gemäß DGUV Vorschrift 23 im Wachdienst verboten, da sie eine Gefährdung darstellen?

    • Feststehende Messer.
    • Schreckschusswaffen.
    • Reizstoffsprühgeräte mit BKA-Zulassung.
    • Privates Smartphone.

    Erklärung: Nach DGUV Vorschrift 23 sind im Wachdienst Waffen verboten, die wie echte Schusswaffen wirken und eine besondere Gefährdung darstellen. Dazu zählen ausdrücklich Schreckschusswaffen, auch wenn sie „nur“ Reiz- oder Knallmunition verschießen.

    Infografik zur Erklärung: Welche der folgenden Gegenstände sind gemäß DGUV Vorschrift 23 im Wachdienst verboten, da sie eine Gefährdung darstellen?
  10. 10.Was muss der Unternehmer bereitstellen, wenn Sicherheitsmitarbeiter bei Dunkelheit tätig sind?

    • Nachtsichtgeräte für jeden Mitarbeiter.
    • Eine leistungsfähige Handleuchte (Taschenlampe).
    • Leuchtspurmunition.
    • Ein Nachtsicht-Zielfernrohr.

    Erklärung: Bei Dunkelheit müssen Sicherheitsmitarbeiter ihre Umgebung gut sehen können. Dafür ist eine einfache, aber leistungsfähige Handleuchte (Taschenlampe) vorgeschrieben – keine speziellen Nachtzielgeräte oder Waffen.

    Infografik zur Erklärung: Was muss der Unternehmer bereitstellen, wenn Sicherheitsmitarbeiter bei Dunkelheit tätig sind?
  11. 11.Welche Maßnahmen sind bei „Sicherungstätigkeiten mit besonderen Gefahren“ (z. B. U-Bahn-Bewachung, Citystreife) zu treffen?

    • Einsatz von mindestens zwei Sicherheitskräften (Doppelstreife).
    • Tragen von schweren Schutzwesten der Klasse 4.
    • Bewaffnung mit Schusswaffen ist zwingend vorgeschrieben.
    • Verzicht auf jegliche Kommunikationstechnik zur Tarnung.

    Erklärung: Bei besonders gefährlichen Sicherungstätigkeiten wird zur eigenen Sicherheit und besseren Kontrolle immer in einer Doppelstreife gearbeitet. Zwei Sicherheitskräfte können sich gegenseitig schützen, unterstützen und Situationen besser einschätzen.

    Infografik zur Erklärung: Welche Maßnahmen sind bei „Sicherungstätigkeiten mit besonderen Gefahren“ (z. B. U-Bahn-Bewachung, Citystreife) zu treffen?
  12. 12.Wer ist Träger der gesetzlichen Unfallversicherung für das Bewachungsgewerbe?

    • Die Krankenkasse des Mitarbeiters.
    • Die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG).
    • Das Gewerbeamt.
    • Die private Haftpflichtversicherung des Chefs.

    Erklärung: Für Arbeitsunfälle im Bewachungsgewerbe ist nicht die Krankenkasse zuständig, sondern die gesetzliche Unfallversicherung über die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG). Die VBG ist die spezielle Berufsgenossenschaft für Wach- und Sicherheitsunternehmen.

    Infografik zur Erklärung: Wer ist Träger der gesetzlichen Unfallversicherung für das Bewachungsgewerbe?

Prüfungsfragen für Sachkundeprüfung §34a Umgang mit Menschen

Eine Auswahl echter Prüfungsfragen mit den richtigen Antworten und verständlichen Erklärungen. So bereitest du dich gezielt auf Sachkundeprüfung §34a Umgang mit Menschen vor.

  1. 1.Was versteht man unter der „Sachebene“ im Vier-Seiten-Modell einer Nachricht?

    • Die Ebene, die die Beziehung zwischen den Gesprächspartnern klärt.
    • Die Ebene, die reine Fakten und Daten vermittelt.
    • Die Ebene, die offenbart, was der Sender von sich preisgibt.
    • Die Ebene, die den Empfänger zu einer Handlung auffordern soll.

    Erklärung: Die Sachebene beschreibt nur den Inhalt der Nachricht: Hier werden reine Fakten, Daten und Informationen übermittelt – ohne Gefühle oder Aufforderungen.

    Infografik zur Erklärung: Was versteht man unter der „Sachebene“ im Vier-Seiten-Modell einer Nachricht?
  2. 2.Welche der folgenden Aussagen beschreibt das „Aktive Zuhören“ am besten?

    • Dem Gesprächspartner ständig ins Wort fallen, um Lösungen anzubieten.
    • Schweigen und den anderen reden lassen, ohne jegliche Reaktion.
    • Signalisieren von Aufmerksamkeit durch Nicken, Blickkontakt und gezieltes Nachfragen.
    • Den Gesprächspartner belehren, sobald er etwas Falsches sagt.

    Erklärung: Aktives Zuhören bedeutet, dem Gesprächspartner aufmerksam zuzuhören und dies durch Nicken, Blickkontakt und gezieltes Nachfragen zu zeigen. So fühlt sich der andere ernst genommen und Missverständnisse werden vermieden.

    Infografik zur Erklärung: Welche der folgenden Aussagen beschreibt das „Aktive Zuhören“ am besten?
  3. 3.Was ist eine „Ich-Botschaft“ und warum ist sie in Konfliktsituationen hilfreich?

    • Eine Aussage, die dem Gegenüber Vorwürfe macht („Du hast schon wieder...“).
    • Eine Aussage, die das eigene Empfinden beschreibt, ohne den anderen anzugreifen.
    • Eine Anweisung, was der andere tun muss.
    • Eine Form der Entschuldigung.

    Erklärung: Eine Ich-Botschaft beschreibt das eigene Gefühl oder Bedürfnis („Ich fühle mich…“), ohne dem anderen Vorwürfe zu machen. So wird der andere weniger angegriffen und Konflikte können ruhiger geklärt werden.

    Infografik zur Erklärung: Was ist eine „Ich-Botschaft“ und warum ist sie in Konfliktsituationen hilfreich?
  4. 4.Welche Distanzzone wird in der Regel als „Intimzone“ bezeichnet (ungefähre Angabe)?

    • 0 bis ca. 50 cm
    • 0,5 bis 1,20 m
    • 1,20 bis 3,50 m
    • Über 3,50 m

    Erklärung: Die Intimzone ist der allernächste Bereich direkt am Körper, etwa von 0 bis ca. 50 cm Abstand. In diesen Bereich dürfen normalerweise nur sehr vertraute Personen eindringen.

    Infografik zur Erklärung: Welche Distanzzone wird in der Regel als „Intimzone“ bezeichnet (ungefähre Angabe)?
  5. 5.Ein Besucher wirkt aggressiv. Welche körpersprachlichen Signale deuten darauf hin?

    • Entspannte, offene Haltung
    • Ballen der Fäuste und angespannte Kiefermuskulatur
    • Verschränkte Arme und Blick zum Boden
    • Lächeln und Kopfnicken

    Erklärung: Aggression zeigt sich oft durch körperliche Anspannung: geballte Fäuste, angespannte Kiefermuskulatur und ein insgesamt verkrampfter Körper sind typische Warnsignale.

    Infografik zur Erklärung: Ein Besucher wirkt aggressiv. Welche körpersprachlichen Signale deuten darauf hin?
  6. 6.Welches Bedürfnis steht in der Maslowschen Bedürfnispyramide an der untersten Stelle (Basis)?

    • Sicherheitsbedürfnisse
    • Soziale Bedürfnisse
    • Physiologische Bedürfnisse (Grundbedürfnisse)
    • Selbstverwirklichung

    Erklärung: In der Maslow-Pyramide stehen ganz unten die körperlichen Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken, Schlaf und Atmung. Erst wenn diese physiologischen Bedürfnisse erfüllt sind, folgen Sicherheit, soziale Bedürfnisse und Selbstverwirklichung.

    Infografik zur Erklärung: Welches Bedürfnis steht in der Maslowschen Bedürfnispyramide an der untersten Stelle (Basis)?
  7. 7.Was versteht man unter „selektiver Wahrnehmung“?

    • Die Fähigkeit, alles gleichzeitig wahrzunehmen.
    • Das Phänomen, dass man nur bestimmte Reize aufnimmt und andere ausblendet.
    • Eine Wahrnehmungsstörung, die ärztlich behandelt werden muss.
    • Die objektive Aufnahme aller Fakten einer Situation.

    Erklärung: Selektive Wahrnehmung bedeutet, dass wir aus der Fülle von Eindrücken nur einige bewusst wahrnehmen und andere automatisch ausblenden. Unser Gehirn filtert also Reize, statt alles gleichzeitig aufzunehmen.

    Infografik zur Erklärung: Was versteht man unter „selektiver Wahrnehmung“?
  8. 8.Ein Sicherheitsmitarbeiter wird beleidigt. Wie verhält er sich professionell?

    • Er beleidigt sofort zurück, um Respekt zu zeigen.
    • Er ignoriert die Beleidigung zunächst und bleibt sachlich.
    • Er wendet sofort körperliche Gewalt an.
    • Er diskutiert lautstark mit dem Verursacher.

    Erklärung: Professionelles Verhalten heißt: Beleidigungen nicht persönlich nehmen, ruhig bleiben und sachlich weiterarbeiten. Nur so deeskalierst du die Situation und erfüllst deine Vorbildfunktion als Sicherheitsmitarbeiter.

    Infografik zur Erklärung: Ein Sicherheitsmitarbeiter wird beleidigt. Wie verhält er sich professionell?
  9. 9.Was ist ein „Vorurteil“?

    • Ein auf Fakten basierendes Urteil.
    • Eine vorläufige Hypothese, die geprüft wird.
    • Eine meist emotional gefärbte, wenig geprüfte Einstellung gegenüber einer Person oder Gruppe.
    • Ein richterlicher Beschluss.

    Erklärung: Ein Vorurteil ist eine Meinung über Menschen oder Gruppen, die nicht auf überprüften Fakten beruht, sondern meist auf Gefühlen, Hörensagen oder Klischees. Es wird selten kritisch hinterfragt und kann zu ungerechter Behandlung führen.

    Infografik zur Erklärung: Was ist ein „Vorurteil“?
  10. 10.Welche Funktion hat der „Erste Eindruck“ in einer Begegnung?

    • Er ist meistens falsch und sollte ignoriert werden.
    • Er dient der schnellen Orientierung und Einschätzung einer Situation oder Person.
    • Er ist rechtlich bindend.
    • Er spielt im Sicherheitsgewerbe keine Rolle.

    Erklärung: Der erste Eindruck hilft dir, eine Person oder Situation sehr schnell grob einzuschätzen. Er ist nicht rechtlich bindend, aber wichtig zur Orientierung und für dein weiteres Verhalten.

    Infografik zur Erklärung: Welche Funktion hat der „Erste Eindruck“ in einer Begegnung?
  11. 11.Was bedeutet „Deeskalation“?

    • Eine Situation durch Druck und Härte beenden.
    • Spannungen abbauen und Konflikte entschärfen.
    • Einen Konflikt ignorieren.
    • Sofort die Polizei rufen, ohne selbst zu handeln.

    Erklärung: Deeskalation bedeutet, Spannungen zu verringern und einen Konflikt ruhiger und friedlicher zu machen, statt ihn anzuheizen. Ziel ist es, die Situation zu entschärfen und eine gewaltfreie Lösung zu erreichen.

    Infografik zur Erklärung: Was bedeutet „Deeskalation“?
  12. 12.Welche Frageart eignet sich besonders, um detaillierte Informationen zu erhalten?

    • Geschlossene Fragen (Ja/Nein)
    • Offene Fragen (W-Fragen)
    • Suggestivfragen
    • Rhetorische Fragen

    Erklärung: Offene Fragen beginnen meist mit W-Wörtern (wer, wie, was, warum) und lassen dem Gesprächspartner Raum für ausführliche Antworten, statt nur mit Ja oder Nein zu antworten.

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Prüfungsfragen für Sachkundeprüfung §34a Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung

Eine Auswahl echter Prüfungsfragen mit den richtigen Antworten und verständlichen Erklärungen. So bereitest du dich gezielt auf Sachkundeprüfung §34a Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung vor.

  1. 1.Wer ist in der Bundesrepublik Deutschland grundsätzlich der Träger des Gewaltmonopols?

    • Die privaten Sicherheitsdienste
    • Der Staat
    • Die Europäische Union
    • Die NATO
    • Die einzelnen Bundesländer und Kommunen

    Erklärung: Das Gewaltmonopol liegt in Deutschland grundsätzlich beim Staat, das heißt nur staatliche Organe (z. B. Polizei) dürfen rechtmäßig Gewalt anwenden. Private Sicherheitsdienste handeln nur im Rahmen der Gesetze und haben kein eigenes Gewaltmonopol.

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  2. 2.Welche der folgenden Aussagen beschreibt das Prinzip der „Verhältnismäßigkeit“ im Rechtsstaat korrekt?

    • Eine Maßnahme muss immer das mildeste aller verfügbaren Mittel sein, auch wenn es ungeeignet ist.
    • Eine Maßnahme muss geeignet, erforderlich und angemessen sein.
    • Eine Maßnahme darf niemals Grundrechte einschränken.
    • Eine Maßnahme muss immer den maximalen Erfolg garantieren.
    • Eine Maßnahme muss kostengünstig sein.

    Erklärung: Verhältnismäßigkeit bedeutet, dass eine staatliche Maßnahme nur dann zulässig ist, wenn sie geeignet, erforderlich (kein milderes, gleich wirksames Mittel) und angemessen im Verhältnis zum Zweck ist.

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  3. 3.In welche drei Gewalten wird die Staatsgewalt in Deutschland gemäß dem Prinzip der Gewaltenteilung untergliedert?

    • Legislative, Exekutive, Judikative
    • Bundeswehr, Polizei, Verfassungsschutz
    • Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung
    • Öffentliches Recht, Privatrecht, Strafrecht
    • Presse, Politik, Wirtschaft

    Erklärung: Die Staatsgewalt wird nach dem Prinzip der Gewaltenteilung in drei Bereiche aufgeteilt: Gesetzgebung (Legislative), Ausführung der Gesetze (Exekutive) und Rechtsprechung (Judikative).

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  4. 4.Was ist das wesentliche Unterscheidungsmerkmal zwischen Öffentlichem Recht und Privatrecht?

    • Im Öffentlichen Recht herrscht das Prinzip der Gleichordnung, im Privatrecht das der Über-/Unterordnung.
    • Im Öffentlichen Recht herrscht das Prinzip der Über-/Unterordnung, im Privatrecht das der Gleichordnung.
    • Das Öffentliche Recht regelt nur Straftaten, das Privatrecht alles andere.
    • Das Privatrecht gilt nur für Kaufleute, das Öffentliche Recht für alle Bürger.

    Erklärung: Im Öffentlichen Recht tritt der Staat dem Bürger übergeordnet gegenüber (Hoheitsgewalt), im Privatrecht begegnen sich die Beteiligten rechtlich auf gleicher Augenhöhe.

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  5. 5.Was versteht man unter einer „Public Private Partnership“ (PPP) im Sicherheitsbereich?

    • Die vollständige Privatisierung der Polizei.
    • Eine Kooperation zwischen behördlichen Trägern und privaten Sicherheitsunternehmen zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben.
    • Die Übernahme des Gewaltmonopols durch private Firmen.
    • Eine Fusion von Bundeswehr und privaten Söldnerfirmen.

    Erklärung: Bei einer Public Private Partnership arbeiten staatliche Stellen und private Sicherheitsunternehmen zusammen, um bestimmte öffentliche Sicherheitsaufgaben gemeinsam zu erfüllen. Es geht um Kooperation, nicht um die Ablösung oder Privatisierung der Polizei.

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  6. 6.Welche Aussage zur Rechtsstellung privater Sicherheitsmitarbeiter ist korrekt?

    • Sie besitzen dieselben hoheitlichen Befugnisse wie Polizeibeamte.
    • Sie haben polizeiliche Befugnisse, wenn sie eine Uniform tragen.
    • Sie besitzen grundsätzlich nur die „Jedermannsrechte“ und ggf. Übertragene Hausrechte.
    • Sie dürfen bei Gefahr im Verzug Hausdurchsuchungen anordnen.

    Erklärung: Private Sicherheitsmitarbeiter haben keine besonderen Staatsgewalt-Befugnisse wie die Polizei, sondern nur die allgemeinen „Jedermannsrechte“ (z. B. vorläufige Festnahme nach § 127 StPO) und vertraglich oder durch Auftrag übertragene Hausrechte.

    Infografik zur Erklärung: Welche Aussage zur Rechtsstellung privater Sicherheitsmitarbeiter ist korrekt?
  7. 7.Was regelt Artikel 1 des Grundgesetzes?

    • Das Recht auf Eigentum
    • Die Unantastbarkeit der Menschenwürde
    • Die Meinungsfreiheit
    • Das Wahlrecht

    Erklärung: Artikel 1 GG stellt klar: Die Würde des Menschen ist unantastbar und muss von allen staatlichen Stellen geachtet und geschützt werden.

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  8. 8.Wann darf ein Grundrecht laut Grundgesetz eingeschränkt werden?

    • Niemals, Grundrechte sind absolut.
    • Nur durch ein Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes.
    • Nur mit Zustimmung des Betroffenen.
    • Nur bei Ausruf des Notstandes.

    Erklärung: Grundrechte können nur eingeschränkt werden, wenn ein Gesetz dies ausdrücklich erlaubt oder auf Grundlage eines solchen Gesetzes gehandelt wird. Eine bloße Zustimmung des Betroffenen oder ein Notstand allein reichen dafür nicht aus.

    Infografik zur Erklärung: Wann darf ein Grundrecht laut Grundgesetz eingeschränkt werden?
  9. 9.Was bedeutet das „Legalitätsprinzip“ im Hinblick auf die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden?

    • Die Polizei darf entscheiden, ob sie eine Straftat verfolgt oder nicht.
    • Die Staatsanwaltschaft ist verpflichtet, bei Verdacht einer Straftat einzuschreiten.
    • Es bedeutet, dass Sicherheitsdienste nur legale Aufträge annehmen dürfen.
    • Es besagt, dass jeder Bürger das Recht hat, Gesetze zu erlassen.

    Erklärung: Das Legalitätsprinzip bedeutet, dass die Staatsanwaltschaft bei einem Anfangsverdacht auf eine Straftat tätig werden muss und nicht frei entscheiden darf, ob sie ermittelt oder nicht.

    Infografik zur Erklärung: Was bedeutet das „Legalitätsprinzip“ im Hinblick auf die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden?
  10. 10.Welches Grundrecht wird durch Artikel 13 GG geschützt?

    • Das Briefgeheimnis
    • Die Unverletzlichkeit der Wohnung
    • Die Berufsfreiheit
    • Das Asylrecht
    • Die Glaubensfreiheit

    Erklärung: Artikel 13 GG schützt die Unverletzlichkeit der Wohnung, also dass der Staat deine Wohnung nicht ohne besonderen gesetzlichen Grund betreten oder durchsuchen darf.

    Infografik zur Erklärung: Welches Grundrecht wird durch Artikel 13 GG geschützt?
  11. 11.Welche Aussage zur „Jedermann-Festnahme“ gemäß § 127 Abs. 1 StPO im Kontext der öffentlichen Sicherheit ist richtig?

    • Sie ist ein hoheitliches Recht, das nur dem Staat zusteht.
    • Sie ist ein Rechtfertigungsgrund, der jedem Bürger unter bestimmten Voraussetzungen zusteht.
    • Sie erlaubt die Festnahme nur durch Sicherheitsmitarbeiter mit Waffenschein.
    • Sie darf nur angewendet werden, wenn die Polizei dies vorher genehmigt.

    Erklärung: Die Jedermann-Festnahme nach § 127 Abs. 1 StPO ist ein Rechtfertigungsgrund: Jeder Bürger darf eine Person festhalten, wenn sie auf frischer Tat betroffen oder verfolgt wird und Fluchtgefahr besteht.

    Infografik zur Erklärung: Welche Aussage zur „Jedermann-Festnahme“ gemäß § 127 Abs. 1 StPO im Kontext der öffentlichen Sicherheit ist richtig?
  12. 12.Was ist unter dem „Opportunitätsprinzip“ im Ordnungswidrigkeitenrecht zu verstehen?

    • Die Behörde muss jeden Verstoß zwingend ahnden.
    • Die Behörde hat einen Ermessensspielraum, ob sie einen Verstoß verfolgt.
    • Der Bürger kann sich aussuchen, welche Strafe er zahlt.
    • Sicherheitsdienste dürfen Ordnungswidrigkeiten selbstständig bestrafen.

    Erklärung: Beim Opportunitätsprinzip entscheidet die Behörde nach Ermessen, ob sie eine Ordnungswidrigkeit verfolgt oder nicht. Es besteht also keine Pflicht, jeden Verstoß zwingend zu ahnden.

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Prüfungsfragen für Sachkundeprüfung §34a Datenschutzrecht

Eine Auswahl echter Prüfungsfragen mit den richtigen Antworten und verständlichen Erklärungen. So bereitest du dich gezielt auf Sachkundeprüfung §34a Datenschutzrecht vor.

  1. 1.Welches Grundrecht bildet in Deutschland das Fundament für den Datenschutz und wurde durch das Bundesverfassungsgericht im Volkszählungsurteil 1983 konkretisiert?

    • Das Recht auf körperliche Unversehrtheit
    • Das Recht auf Meinungsfreiheit
    • Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung
    • Das Recht auf Berufsfreiheit
    • Das Recht auf Eigentum

    Erklärung: Datenschutz in Deutschland beruht auf dem vom Bundesverfassungsgericht entwickelten Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Es bedeutet, dass jeder selbst entscheiden darf, wer was über ihn weiß und wie seine Daten verwendet werden.

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  2. 2.Welche übergeordnete Rechtsvorschrift regelt seit Mai 2018 den Schutz personenbezogener Daten in der gesamten Europäischen Union unmittelbar?

    • Das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)
    • Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)
    • Das Grundgesetz (GG)
    • Die Gewerbeordnung (GewO)

    Erklärung: Seit Mai 2018 gilt in der gesamten EU ein einheitliches Datenschutzrecht: die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Sie ist eine EU-Verordnung und wirkt unmittelbar in allen Mitgliedstaaten, im Gegensatz zum nationalen BDSG.

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  3. 3.Was versteht der Gesetzgeber unter „personenbezogenen Daten“ im Sinne der DSGVO?

    • Ausschließlich sensible Daten wie Religionszugehörigkeit oder Gesundheitsdaten
    • Alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen
    • Daten, die sich ausschließlich auf juristische Personen (z. B. GmbH, AG) beziehen
    • Nur Daten, die schriftlich in einer Akte festgehalten sind
    • Alle anonymisierten statistischen Erhebungen

    Erklärung: Personenbezogene Daten sind alle Infos, mit denen man eine Person direkt oder indirekt erkennen kann (z. B. Name, Adresse, Kennnummer). Entscheidend ist: bezieht sich die Information auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person.

    Infografik zur Erklärung: Was versteht der Gesetzgeber unter „personenbezogenen Daten“ im Sinne der DSGVO?
  4. 4.Ein Sicherheitsmitarbeiter zeichnet während seines Dienstes mit einer privaten Handykamera Personen auf und veröffentlicht diese Bilder in sozialen Netzwerken. Wie ist dies rechtlich zu bewerten?

    • Das ist erlaubt, solange er dabei eine Uniform trägt.
    • Dies ist ein Verstoß gegen den Datenschutz und kann arbeits- sowie strafrechtliche Konsequenzen haben.
    • Das ist erlaubt, wenn die Personen im Hintergrund sind.
    • Das ist durch das „Jedermannsrecht“ gedeckt.

    Erklärung: Das heimliche oder private Aufzeichnen und Veröffentlichen von Personen im Dienst verletzt den Datenschutz und das Persönlichkeitsrecht. So etwas ist unzulässig und kann sowohl arbeitsrechtliche (Abmahnung/Kündigung) als auch strafrechtliche Folgen haben.

    Infografik zur Erklärung: Ein Sicherheitsmitarbeiter zeichnet während seines Dienstes mit einer privaten Handykamera Personen auf und veröffentlicht diese Bilder in sozialen Netzwerken. Wie ist dies rechtlich zu bewerten?
  5. 5.Was besagt der Grundsatz der „Zweckbindung“?

    • Daten dürfen für jeden beliebigen Zweck weiterverwendet werden, solange sie einmal erhoben wurden.
    • Daten dürfen nur für festgelegte, eindeutige und legitime Zwecke erhoben werden.
    • Daten müssen nach der Erhebung sofort gelöscht werden.
    • Daten dürfen nur an staatliche Stellen weitergegeben werden.

    Erklärung: Zweckbindung bedeutet: Personenbezogene Daten dürfen nur für einen vorher genau festgelegten und rechtmäßigen Zweck erhoben und genutzt werden – nicht einfach später für andere Zwecke.

    Infografik zur Erklärung: Was besagt der Grundsatz der „Zweckbindung“?
  6. 6.Ab welcher Anzahl von Mitarbeitern, die ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind, muss ein Unternehmen in Deutschland (nach BDSG) zwingend einen Datenschutzbeauftragten benennen?

    • Ab 5 Mitarbeitern
    • Ab 10 Mitarbeitern
    • Ab 20 Mitarbeitern
    • Ab 50 Mitarbeitern
    • Ab 100 Mitarbeitern

    Erklärung: Nach dem BDSG muss ein Unternehmen einen Datenschutzbeauftragten benennen, wenn mindestens 20 Mitarbeiter ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind. Merke dir: Schwelle für den Datenschutzbeauftragten = 20 Mitarbeiter.

    Infografik zur Erklärung: Ab welcher Anzahl von Mitarbeitern, die ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind, muss ein Unternehmen in Deutschland (nach BDSG) zwingend einen Datenschutzbeauftragten benennen?
  7. 7.Ein Kaufhausdetektiv beobachtet einen Kunden beim Diebstahl. Darf er die Personalien des Kunden aufnehmen?

    • Ja, zur Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche (Schadensersatz, Hausverbot) ist dies durch das berechtigte Interesse gedeckt.
    • Nein, nur die Polizei darf Personalien aufnehmen.
    • Ja, aber nur wenn der Kunde schriftlich einwilligt.
    • Nein, das wäre eine Amtsanmaßung.

    Erklärung: Ein Kaufhausdetektiv darf die Personalien eines beobachteten Ladendiebs aufnehmen, weil er ein berechtigtes Interesse hat, z. B. für Schadensersatzforderungen oder ein Hausverbot. Es handelt sich dabei nicht um eine hoheitliche Aufgabe, sondern um die Sicherung zivilrechtlicher Ansprüche.

    Infografik zur Erklärung: Ein Kaufhausdetektiv beobachtet einen Kunden beim Diebstahl. Darf er die Personalien des Kunden aufnehmen?
  8. 8.Was versteht man unter „Profiling“ im Kontext moderner Überwachungstechnik?

    • Die Erstellung eines Bewegungsprofils oder einer Analyse von Verhaltensweisen durch automatisierte Datenverarbeitung.
    • Die manuelle Kontrolle von Ausweisen am Einlass.
    • Das Schreiben eines Wachberichts mit Stift und Papier.
    • Die Reinigung von Kameralinsen.

    Erklärung: Profiling bedeutet, dass aus vielen automatisch gesammelten Daten ein Bewegungs- oder Verhaltensprofil einer Person erstellt wird. Es geht also um computergestützte Analyse von Verhalten, nicht um manuelle Kontrollen oder Schreibarbeiten.

    Infografik zur Erklärung: Was versteht man unter „Profiling“ im Kontext moderner Überwachungstechnik?
  9. 9.Was ist eine „Auftragsverarbeitung“ (AV) im Sinne der DSGVO?

    • Wenn ein Sicherheitsmitarbeiter privat Daten sammelt.
    • Wenn ein externer Dienstleister (z. B. Aktenvernichter oder Cloud-Anbieter) weisungsgebunden personenbezogene Daten für einen Verantwortlichen verarbeitet.
    • Wenn zwei Firmen Daten untereinander verkaufen.
    • Wenn die Polizei Daten beschlagnahmt.

    Erklärung: Auftragsverarbeitung liegt vor, wenn ein externer Dienstleister im Auftrag und nach Weisung eines Verantwortlichen personenbezogene Daten verarbeitet, zum Beispiel ein Aktenvernichter oder Cloud-Anbieter. Es geht also nicht um eigene Zwecke, sondern um die weisungsgebundene Datenverarbeitung für den Auftraggeber.

    Infografik zur Erklärung: Was ist eine „Auftragsverarbeitung“ (AV) im Sinne der DSGVO?
  10. 10.Welche Sanktionen können bei Verstößen gegen die DSGVO verhängt werden?

    • Ausschließlich mündliche Verwarnungen.
    • Bußgelder von bis zu 20 Mio. Euro oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes.
    • Sofortige Gefängnisstrafe für den Datenschutzbeauftragten.
    • Schließung des Unternehmens für immer.

    Erklärung: Die DSGVO sieht bei Verstößen hohe Geldstrafen vor: bis zu 20 Mio. Euro oder bis zu 4 % des weltweiten Jahresumsatzes eines Unternehmens.

    Infografik zur Erklärung: Welche Sanktionen können bei Verstößen gegen die DSGVO verhängt werden?
  11. 11.Was ist bei der Videoüberwachung öffentlich zugänglicher Räume (z. B. Einkaufszentrum) zwingend erforderlich?

    • Die Kameras müssen so versteckt sein, dass niemand sie sieht.
    • Ein Hinweisschild (Piktogramm) mit Informationen zum Verantwortlichen und Zweck muss gut sichtbar angebracht sein.
    • Die Aufnahmen müssen live ins Internet gestreamt werden.
    • Es muss eine lückenlose Überwachung aller Toilettenbereiche stattfinden.

    Erklärung: Bei Videoüberwachung öffentlich zugänglicher Räume muss klar und gut sichtbar darauf hingewiesen werden, wer überwacht und zu welchem Zweck. Dies erfolgt durch ein Hinweisschild bzw. Piktogramm mit Angaben zum Verantwortlichen und zum Zweck der Datenverarbeitung.

    Infografik zur Erklärung: Was ist bei der Videoüberwachung öffentlich zugänglicher Räume (z. B. Einkaufszentrum) zwingend erforderlich?
  12. 12.Wie lange dürfen Videoaufzeichnungen in der Regel gespeichert werden?

    • Mindestens 6 Monate.
    • Unbegrenzt, solange Speicherplatz vorhanden ist.
    • Grundsätzlich nicht länger als erforderlich (oft wird eine Frist von 48 bis 72 Stunden als Richtwert genannt), es sei denn, sie werden zur Beweissicherung benötigt.
    • Genau 1 Jahr.

    Erklärung: Videoaufzeichnungen dürfen nur so lange gespeichert werden, wie es wirklich nötig ist. Als grober Richtwert gelten 48–72 Stunden, länger nur, wenn die Aufnahmen z. B. als Beweis gebraucht werden.

    Infografik zur Erklärung: Wie lange dürfen Videoaufzeichnungen in der Regel gespeichert werden?

Prüfungsfragen für Sachkundeprüfung §34a Sicherheitstechnik

Eine Auswahl echter Prüfungsfragen mit den richtigen Antworten und verständlichen Erklärungen. So bereitest du dich gezielt auf Sachkundeprüfung §34a Sicherheitstechnik vor.

  1. 1.Welches primäre Ziel verfolgt der Einsatz von mechanischer Sicherheitstechnik, wie z. B. vergitterten Fenstern oder verstärkten Türen?

    • Sie soll den Täter sofort festnehmen.
    • Sie dient der Verzögerung des Täterzugriffs (Widerstandszeit).
    • Sie alarmiert automatisch die Polizei.
    • Sie dient ausschließlich der optischen Abschreckung ohne physischen Schutz.

    Erklärung: Mechanische Sicherheitstechnik wie Gitter und verstärkte Türen soll einen Einbruch vor allem zeitlich verzögern. Die verlängerte Widerstandszeit erhöht die Chance, dass der Täter aufgibt oder entdeckt wird.

    Infografik zur Erklärung: Welches primäre Ziel verfolgt der Einsatz von mechanischer Sicherheitstechnik, wie z. B. vergitterten Fenstern oder verstärkten Türen?
  2. 2.Aus welchen drei wesentlichen Komponenten (Säulen) besteht ein vollständiges Sicherheitskonzept?

    • Mechanik, Elektronik, Organisation/Personal
    • Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst
    • Prävention, Intervention, Rehabilitation
    • Videoüberwachung, Alarmanlage, Zaun

    Erklärung: Ein vollständiges Sicherheitskonzept beruht immer auf drei Säulen: mechanische Sicherungen (z. B. Schlösser), elektronische Technik (z. B. Alarmanlagen) und klare Regeln sowie geschultes Personal (Organisation/Personal).

    Infografik zur Erklärung: Aus welchen drei wesentlichen Komponenten (Säulen) besteht ein vollständiges Sicherheitskonzept?
  3. 3.Welche Aussage zur „Widerstandszeit“ einer mechanischen Sicherungseinrichtung ist korrekt?

    • Sie beschreibt die Zeit, bis die Polizei am Tatort eintrifft.
    • Sie gibt an, wie lange eine Barriere einem Einbruchsversuch standhält.
    • Sie definiert die Zeitdauer bis zum Auslösen eines stillen Alarms.
    • Sie beschreibt die Lebensdauer des Materials bei Witterungseinflüssen.

    Erklärung: Die Widerstandszeit beschreibt, wie lange eine mechanische Sicherung (z. B. Tür, Fenster, Schloss) einem Einbruchsversuch standhalten kann, bevor sie überwunden wird.

    Infografik zur Erklärung: Welche Aussage zur „Widerstandszeit“ einer mechanischen Sicherungseinrichtung ist korrekt?
  4. 4.Was versteht man unter dem Begriff „Perimeterschutz“ in der Sicherheitstechnik?

    • Die Sicherung von Innenräumen mittels Bewegungsmeldern.
    • Die Überwachung der Außenhaut (Zäune, Freigelände) eines Objekts.
    • Den Schutz von IT-Systemen durch Firewalls.
    • Die Sicherung von Tresoren im Kellerbereich.

    Erklärung: Perimeterschutz bedeutet, die äußere Grenze eines Objekts zu sichern, also z. B. Zäune, Mauern oder das Freigelände. Es geht nicht um Innenräume, IT-Systeme oder spezielle Bereiche wie Tresorräume.

    Infografik zur Erklärung: Was versteht man unter dem Begriff „Perimeterschutz“ in der Sicherheitstechnik?
  5. 5.Welche Glasart wird typischerweise verwendet, um einen Durchbruchschutz (z. B. bei Juwelieren) zu gewährleisten, da es bei Beschädigung nicht sofort zerfällt?

    • ESG (Einscheibensicherheitsglas)
    • VSG (Verbundsicherheitsglas)
    • Drahtglas
    • Normales Fensterglas

    Erklärung: Verbundsicherheitsglas (VSG) besteht aus zwei oder mehr Glasscheiben mit Folie dazwischen, sodass es bei Beschädigung zusammenhält und nicht sofort zerfällt. Deshalb wird es für Durchbruchschutz, z. B. bei Juwelieren, verwendet.

    Infografik zur Erklärung: Welche Glasart wird typischerweise verwendet, um einen Durchbruchschutz (z. B. bei Juwelieren) zu gewährleisten, da es bei Beschädigung nicht sofort zerfällt?
  6. 6.Wozu dient eine sogenannte „Zwangsläufigkeit“ bei einer Einbruchmeldeanlage (EMA)?

    • Sie zwingt den Täter, einen bestimmten Weg zu nehmen.
    • Sie stellt sicher, dass eine Scharfschaltung nur möglich ist, wenn alle Fenster und Türen geschlossen sind.
    • Sie sorgt dafür, dass bei Alarm zwangsläufig die Polizei kommt.
    • Sie zwingt das Wachpersonal zu stündlichen Kontrollgängen.

    Erklärung: Zwangsläufigkeit bedeutet: Die Alarmanlage lässt sich nur scharf schalten, wenn alle überwachten Fenster und Türen korrekt geschlossen sind. So wird verhindert, dass beim Scharfschalten noch ein Zugang offen ist.

    Infografik zur Erklärung: Wozu dient eine sogenannte „Zwangsläufigkeit“ bei einer Einbruchmeldeanlage (EMA)?
  7. 7.Was ist der wesentliche Unterschied zwischen einer Einbruchmeldeanlage (EMA) und einer Überfallmeldeanlage (ÜMA)?

    • Eine EMA wird automatisch ausgelöst, eine ÜMA wird manuell von einer Person ausgelöst.
    • Eine EMA alarmiert die Feuerwehr, eine ÜMA die Polizei.
    • Eine ÜMA ist nur für Banken vorgeschrieben, eine EMA für alle Gewerbe.
    • Es gibt keinen technischen Unterschied, nur die Bezeichnung variiert.

    Erklärung: Merke: Die Einbruchmeldeanlage (EMA) reagiert automatisch auf Sensoren (z. B. Türkontakt, Bewegungsmelder), während die Überfallmeldeanlage (ÜMA) bewusst von einer Person per Knopf oder Schalter ausgelöst wird.

    Infografik zur Erklärung: Was ist der wesentliche Unterschied zwischen einer Einbruchmeldeanlage (EMA) und einer Überfallmeldeanlage (ÜMA)?
  8. 8.Welche Brandklasse umfasst Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen (z. B. Benzin, Lacke)?

    • Brandklasse A
    • Brandklasse B
    • Brandklasse C
    • Brandklasse F

    Erklärung: Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen wie Benzin oder Lack gehören zur Brandklasse B. Merke: B wie Benzin = flüssige Brennstoffe.

    Infografik zur Erklärung: Welche Brandklasse umfasst Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen (z. B. Benzin, Lacke)?
  9. 9.Warum darf Wasser niemals als Löschmittel bei einem Fettbrand (Brandklasse F) eingesetzt werden?

    • Weil Wasser das Fett verdünnt und unbrauchbar macht.
    • Weil es zu einer Fettexplosion durch schlagartige Verdampfung kommt.
    • Weil Wasser bei Fettbränden keine Kühlwirkung hat.
    • Weil Wasser die Umwelt stärker belastet als Schaum.

    Erklärung: Bei heißem Fett verdampft Wasser schlagartig zu Dampf, schleudert das brennende Fett aus dem Behälter und verursacht eine gefährliche Fettexplosion. Darum niemals Wasser bei Fettbränden verwenden, sondern geeignete Löschmittel (z. B. Fettbrandlöscher oder Deckel).

    Infografik zur Erklärung: Warum darf Wasser niemals als Löschmittel bei einem Fettbrand (Brandklasse F) eingesetzt werden?
  10. 10.Welche Löschmittel sind für Brände der Brandklasse C (Gase) geeignet?

    • Wasser
    • Kohlendioxid (CO2)
    • ABC-Pulver
    • Fettbrandlöscher

    Erklärung: Brände der Brandklasse C betreffen brennende Gase und werden durch Unterbrechen der Reaktionskette und schnelles Abdecken der Flamme bekämpft. ABC-Pulver ist dafür geeignet; Wasser und Fettbrandlöscher sind ungeeignet, CO2 wirkt nur begrenzt und ist vor allem für geschlossene Bereiche.

    Infografik zur Erklärung: Welche Löschmittel sind für Brände der Brandklasse C (Gase) geeignet?
  11. 11.Was ist die Hauptaufgabe einer Brandmeldeanlage (BMA)?

    • Das automatische Löschen jedes Entstehungsbrandes.
    • Die frühzeitige Erkennung und Meldung eines Brandes.
    • Die Überwachung von Einbrechern.
    • Die Steuerung der Klimaanlage im Normalbetrieb.

    Erklärung: Eine Brandmeldeanlage soll Brände so früh wie möglich erkennen und automatisch melden, damit schnell reagiert werden kann. Löschen ist nicht ihre Hauptaufgabe.

    Infografik zur Erklärung: Was ist die Hauptaufgabe einer Brandmeldeanlage (BMA)?
  12. 12.Was bedeutet die Abkürzung „RC“ im Zusammenhang mit Fenstern und Türen (z. B. RC2, RC3)?

    • Radio Control (Funksteuerung)
    • Resistance Class (Widerstandsklasse)
    • Room Control (Raumüberwachung)
    • Rapid Closing (Schnellschließung)

    Erklärung: RC steht für Resistance Class, also Widerstandsklasse, und gibt an, wie gut Fenster und Türen gegen Einbruchversuche gesichert sind. Je höher die RC-Klasse (z. B. RC2, RC3), desto höher der Einbruchschutz.

    Infografik zur Erklärung: Was bedeutet die Abkürzung „RC“ im Zusammenhang mit Fenstern und Türen (z. B. RC2, RC3)?

Prüfungsfragen für Sachkundeprüfung §34a Gewerberecht

Eine Auswahl echter Prüfungsfragen mit den richtigen Antworten und verständlichen Erklärungen. So bereitest du dich gezielt auf Sachkundeprüfung §34a Gewerberecht vor.

  1. 1.Welche Behörde ist primär für die Erteilung der Erlaubnis im Bewachungsgewerbe zuständig?

    • Das Finanzamt
    • Die Industrie- und Handelskammer (IHK)
    • Die zuständige Kreisverwaltungsbehörde oder das Ordnungsamt
    • Das Amtsgericht

    Erklärung: Für die Erlaubnis im Bewachungsgewerbe ist nicht die IHK zuständig, sondern die örtliche Behörde, also in der Regel die zuständige Kreisverwaltungsbehörde bzw. das Ordnungsamt. Dort wird deine Zuverlässigkeit und Eignung geprüft.

    Infografik zur Erklärung: Welche Behörde ist primär für die Erteilung der Erlaubnis im Bewachungsgewerbe zuständig?
  2. 2.Was ist der Hauptzweck des Bewacherregisters (BWR)?

    • Die Erfassung aller Waffen im Privatbesitz von Sicherheitsmitarbeitern
    • Die Überprüfung und Überwachung der Zuverlässigkeit und Qualifikation von Sicherheitspersonal
    • Die zentrale Steuerung der Einsatzpläne aller Sicherheitsfirmen
    • Die Abrechnung der Gewerbesteuer für Sicherheitsunternehmen

    Erklärung: Das Bewacherregister dient dazu, Sicherheitsmitarbeiter zentral zu erfassen und ihre Zuverlässigkeit sowie Qualifikation zu überprüfen und zu überwachen.

    Infografik zur Erklärung: Was ist der Hauptzweck des Bewacherregisters (BWR)?
  3. 3.Wann muss ein Sicherheitsmitarbeiter spätestens im Bewacherregister angemeldet werden?

    • Innerhalb von 4 Wochen nach Arbeitsbeginn
    • Spätestens am ersten Arbeitstag vor Dienstantritt
    • Nach Ende der Probezeit
    • Sobald der erste Lohn ausgezahlt wird

    Erklärung: Der Sicherheitsmitarbeiter muss bereits vor dem ersten Einsatz im Bewachungsgewerbe gemeldet sein, also spätestens am ersten Arbeitstag vor Dienstantritt. Ohne vorherige Anmeldung im Bewacherregister darf er nicht eingesetzt werden.

    Infografik zur Erklärung: Wann muss ein Sicherheitsmitarbeiter spätestens im Bewacherregister angemeldet werden?
  4. 4.Welche Mindestversicherungssumme für Personenschäden schreibt der Gesetzgeber für die Haftpflichtversicherung im Bewachungsgewerbe vor?

    • 250.000 Euro
    • 500.000 Euro
    • 1.000.000 Euro
    • 2.000.000 Euro

    Erklärung: Merke: Für Personenschäden im Bewachungsgewerbe verlangt der Gesetzgeber mindestens 1.000.000 Euro Versicherungssumme – also eine Million, nicht weniger.

    Infografik zur Erklärung: Welche Mindestversicherungssumme für Personenschäden schreibt der Gesetzgeber für die Haftpflichtversicherung im Bewachungsgewerbe vor?
  5. 5.Was versteht man unter dem "Jedermannsrecht" im Kontext der Befugnisse von Sicherheitsmitarbeitern?

    • Das Recht, hoheitliche Aufgaben wie Verkehrskontrollen durchzuführen
    • Rechte, die jedem Bürger zustehen, wie Notwehr und vorläufige Festnahme
    • Das Recht, Waffen ohne Waffenschein zu führen
    • Das Sonderrecht der Sicherheitsdienste gegenüber der Polizei

    Erklärung: Jedermannsrecht sind allgemeine Bürgerrechte, die jeder hat, z. B. Notwehr und das Recht zur vorläufigen Festnahme. Sicherheitsmitarbeiter haben hier keine Sonderrechte, sondern nutzen nur diese allgemeinen Rechte.

    Infografik zur Erklärung: Was versteht man unter dem "Jedermannsrecht" im Kontext der Befugnisse von Sicherheitsmitarbeitern?
  6. 6.Wie lange dauert das Unterrichtungsverfahren für Sicherheitsmitarbeiter (ohne Prüfung) mindestens?

    • 24 Unterrichtsstunden
    • 40 Unterrichtsstunden
    • 80 Unterrichtsstunden
    • 120 Unterrichtsstunden

    Erklärung: Das Unterrichtungsverfahren für Sicherheitsmitarbeiter ohne Prüfung ist eine kurze Grundschulung und dauert gesetzlich mindestens 40 Unterrichtsstunden. Merke: Nicht 24 (zu kurz), nicht 80 oder 120 (zu lang), sondern 40 Stunden.

    Infografik zur Erklärung: Wie lange dauert das Unterrichtungsverfahren für Sicherheitsmitarbeiter (ohne Prüfung) mindestens?
  7. 7.In welchen Fällen darf von der Tragepflicht eines Ausweises/Schildes abgesehen werden?

    • Wenn es dem Mitarbeiter unangenehm ist
    • Bei Tätigkeiten als Ladendetektiv zur Vermeidung der Erkennung
    • Wenn der Auftraggeber dies schriftlich anordnet, ohne rechtlichen Grund
    • Bei der Bewachung von Flüchtlingsunterkünften

    Erklärung: Die Ausweispflicht soll Transparenz schaffen, aber bei verdeckten Tätigkeiten wie als Ladendetektiv würde ein sichtbarer Ausweis die Erkennung erleichtern. Deshalb darf hier ausnahmsweise auf das Tragen des Ausweises verzichtet werden.

    Infografik zur Erklärung: In welchen Fällen darf von der Tragepflicht eines Ausweises/Schildes abgesehen werden?
  8. 8.Was ist eine "Dienstanweisung" im Sinne der Bewachungsverordnung?

    • Eine mündliche Absprache zwischen Chef und Mitarbeiter
    • Eine schriftliche Regelung des Gewerbetreibenden, die den Dienstbetrieb bestimmt
    • Ein Gesetz, das vom Bundestag verabschiedet wurde
    • Eine Empfehlung der IHK

    Erklärung: Eine Dienstanweisung ist immer schriftlich festgelegt und kommt vom Gewerbetreibenden (Arbeitgeber); sie regelt verbindlich, wie der Dienst abzulaufen hat.

    Infografik zur Erklärung: Was ist eine "Dienstanweisung" im Sinne der Bewachungsverordnung?
  9. 9.Welche Folge hat der Verlust der Zuverlässigkeit für einen Sicherheitsmitarbeiter?

    • Er muss eine Nachschulung besuchen
    • Ihm wird die Tätigkeit im Bewachungsgewerbe untersagt
    • Er darf nur noch im Innendienst arbeiten
    • Er muss lediglich ein Bußgeld zahlen

    Erklärung: Verliert ein Sicherheitsmitarbeiter seine Zuverlässigkeit, darf er im Bewachungsgewerbe nicht mehr arbeiten. Die Behörde untersagt ihm dann die weitere Tätigkeit als Sicherheitsmitarbeiter.

    Infografik zur Erklärung: Welche Folge hat der Verlust der Zuverlässigkeit für einen Sicherheitsmitarbeiter?
  10. 10.Welche Behörde führt das Bewacherregister?

    • Das Bundeskriminalamt
    • Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
    • Die lokale Polizeidienststelle
    • Das Statistische Bundesamt

    Erklärung: Das Bewacherregister wird seit dem 10. Oktober 2022 vom Statistischen Bundesamt (Destatis) geführt. Zuvor war das BAFA zuständig. Das Register ist eine bundesweite Datenbank, in der alle Bewachungsunternehmen und deren Wachpersonal erfasst werden.

  11. 11.Ab welcher Strafe gilt man im Regelfall als "unzuverlässig" im Sinne des Gewerberechts?

    • Geldstrafe von mindestens 30 Tagessätzen
    • Geldstrafe von mindestens 60 Tagessätzen
    • Geldstrafe von mindestens 90 Tagessätzen
    • Nur bei Freiheitsstrafen

    Erklärung: Im Gewerberecht gilt man in der Regel als unzuverlässig, wenn man zu einer Geldstrafe von mindestens 90 Tagessätzen verurteilt wurde. Merke: Grenze der Unzuverlässigkeit = Geldstrafe ab 90 Tagessätzen.

    Infografik zur Erklärung: Ab welcher Strafe gilt man im Regelfall als "unzuverlässig" im Sinne des Gewerberechts?
  12. 12.Was regelt § 34a der Gewerbeordnung (GewO)?

    • Die Preise für Sicherheitsdienstleistungen
    • Die Erlaubnispflicht für das Bewachungsgewerbe
    • Die Uniformpflicht für die Polizei
    • Die Arbeitszeiten im Einzelhandel

    Erklärung: § 34a GewO regelt, dass man für das Bewachungsgewerbe eine behördliche Erlaubnis braucht. Es geht also nicht um Preise oder Arbeitszeiten, sondern um die Erlaubnispflicht für Sicherheitsunternehmen.

    Infografik zur Erklärung: Was regelt § 34a der Gewerbeordnung (GewO)?

Prüfungsfragen für Sachkundeprüfung §34a Umgang mit Waffen

Eine Auswahl echter Prüfungsfragen mit den richtigen Antworten und verständlichen Erklärungen. So bereitest du dich gezielt auf Sachkundeprüfung §34a Umgang mit Waffen vor.

  1. 1.Was versteht das Waffengesetz (WaffG) unter dem Begriff „Führen“ einer Waffe?

    • Der bloße Besitz einer Waffe in der eigenen Wohnung.
    • Die Ausübung der tatsächlichen Gewalt über eine Waffe außerhalb der eigenen Wohnung, Geschäftsräume oder des befriedeten Besitztums.
    • Der Transport einer Waffe in einem verschlossenen Behältnis von A nach B.
    • Das Reinigen der Waffe am Arbeitsplatz.

    Erklärung: „Führen“ bedeutet nach dem WaffG, dass man eine Waffe zugriffsbereit bei sich trägt und damit die tatsächliche Gewalt darüber ausübt – und zwar außerhalb der eigenen Wohnung, Geschäftsräume oder des befriedeten Besitztums.

    Infografik zur Erklärung: Was versteht das Waffengesetz (WaffG) unter dem Begriff „Führen“ einer Waffe?
  2. 2.Was ist ein „Anscheinswaffe“ gemäß § 42a WaffG?

    • Eine Waffe, die nur mit Platzpatronen schießt.
    • Ein Gegenstand, der einer echten Feuerwaffe täuschend ähnlich sieht, aber keine echte Waffe ist.
    • Eine Waffe, die verdeckt getragen wird.
    • Eine Waffe, die ausschließlich zur Dekoration dient und funktionsunfähig gemacht wurde.

    Erklärung: Eine Anscheinswaffe ist kein echte Schusswaffe, sieht aber einer echten Feuerwaffe täuschend ähnlich. Entscheidend ist also das gefährliche Aussehen, nicht die tatsächliche Schussfähigkeit.

    Infografik zur Erklärung: Was ist ein „Anscheinswaffe“ gemäß § 42a WaffG?
  3. 3.Welche Aussage zur Gültigkeitsdauer eines Waffenscheins ist korrekt?

    • Er ist unbegrenzt gültig.
    • Er ist maximal ein Jahr gültig.
    • Er ist maximal drei Jahre gültig und kann verlängert werden.
    • Er verliert seine Gültigkeit nur bei Arbeitgeberwechsel.

    Erklärung: Ein Waffenschein ist immer zeitlich befristet: Er gilt höchstens drei Jahre und kann danach auf Antrag verlängert werden. Unbefristete Waffenscheine gibt es nicht.

    Infografik zur Erklärung: Welche Aussage zur Gültigkeitsdauer eines Waffenscheins ist korrekt?
  4. 4.Was regelt der „Kleine Waffenschein“?

    • Er berechtigt zum Führen von scharfen Schusswaffen bei geringer Gefahr.
    • Er berechtigt zum Führen von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen (SRS-Waffen) mit PTB-Zeichen.
    • Er berechtigt zum Erwerb von Munition für alle Kaliber.
    • Er ersetzt die Waffenbesitzkarte für Kleinkaliberwaffen.

    Erklärung: Der „Kleine Waffenschein“ erlaubt nur das Führen von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen mit PTB-Zeichen, aber keine scharfen Schusswaffen. Er ersetzt keine Waffenbesitzkarte und berechtigt nicht zum Munitionskauf für alle Kaliber.

    Infografik zur Erklärung: Was regelt der „Kleine Waffenschein“?
  5. 5.Wann gilt eine Schusswaffe als „zugriffsbereit“?

    • Wenn sie in einem verschlossenen Behältnis transportiert wird.
    • Wenn sie mit wenigen Handgriffen (unter 3 Sekunden) in Anschlag gebracht werden kann.
    • Wenn sie ungeladen im Kofferraum liegt.
    • Wenn sie zerlegt in Einzelteilen aufbewahrt wird.

    Erklärung: Zugriffsbereit bedeutet, dass die Waffe so mitgeführt wird, dass sie in sehr kurzer Zeit, also mit wenigen Handgriffen (unter 3 Sekunden), schussbereit gemacht und in Anschlag gebracht werden kann.

    Infografik zur Erklärung: Wann gilt eine Schusswaffe als „zugriffsbereit“?
  6. 6.Wie muss Munition für Schusswaffen aufbewahrt werden, wenn kein spezielles Sicherheitsbehältnis für die gemeinsame Aufbewahrung vorhanden ist?

    • Zusammen mit der Waffe im selben unverschlossenen Fach.
    • Getrennt von der Waffe in einem Stahlblechbehältnis mit Schwenkriegelschloss oder gleichwertigem Verschluss.
    • Lose in der Schublade neben der Waffe.
    • In der Hosentasche des Sicherheitsmitarbeiters.

    Erklärung: Munition darf ohne gemeinsames Sicherheitsbehältnis nicht bei der Waffe liegen, sondern muss getrennt in einem verschlossenen Stahlblechbehälter (z. B. mit Schwenkriegelschloss) oder einem gleichwertig sicheren Verschluss aufbewahrt werden.

    Infografik zur Erklärung: Wie muss Munition für Schusswaffen aufbewahrt werden, wenn kein spezielles Sicherheitsbehältnis für die gemeinsame Aufbewahrung vorhanden ist?
  7. 7.Welche Aussage zum Transport von Schusswaffen ist korrekt?

    • Die Waffe darf geladen sein, muss aber im Holster stecken.
    • Die Waffe darf zugriffsbereit im Handschuhfach liegen.
    • Die Waffe muss nicht schussbereit und nicht zugriffsbereit (in verschlossenem Behältnis) transportiert werden.
    • Der Transport ist nur in gepanzerten Fahrzeugen erlaubt.

    Erklärung: Beim Transport darf eine Schusswaffe weder geladen noch schnell greifbar sein. Sie muss nicht schussbereit und nicht zugriffsbereit in einem verschlossenen Behältnis transportiert werden.

    Infografik zur Erklärung: Welche Aussage zum Transport von Schusswaffen ist korrekt?
  8. 8.Was ist bei einem „Tierabwehrspray“ (Pfefferspray) rechtlich zu beachten?

    • Es ist eine verbotene Waffe.
    • Es darf ab 14 Jahren erlaubnisfrei erworben und geführt werden, wenn es als Tierabwehrspray gekennzeichnet ist.
    • Es bedarf eines Kleinen Waffenscheins.
    • Es darf nur von der Polizei verwendet werden.

    Erklärung: Pfefferspray ist nur dann rechtlich unproblematisch, wenn es ausdrücklich als Tierabwehrspray gekennzeichnet ist. Dann darf es bereits ab 14 Jahren ohne Erlaubnis gekauft und mitgeführt werden.

    Infografik zur Erklärung: Was ist bei einem „Tierabwehrspray“ (Pfefferspray) rechtlich zu beachten?
  9. 9.Welche Konsequenz droht bei fahrlässigem Verlust einer Schusswaffe?

    • Lediglich eine mündliche Verwarnung.
    • Entzug der waffenrechtlichen Erlaubnis und Bußgeld.
    • Keine Konsequenz, wenn der Verlust sofort gemeldet wird.
    • Zwang zur Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs.

    Erklärung: Wer eine Schusswaffe fahrlässig verliert, zeigt, dass er nicht zuverlässig mit Waffen umgeht. Deshalb drohen der Entzug der waffenrechtlichen Erlaubnis und zusätzlich ein Bußgeld.

    Infografik zur Erklärung: Welche Konsequenz droht bei fahrlässigem Verlust einer Schusswaffe?
  10. 10.Wer ist für die sichere Aufbewahrung von Waffen und Munition verantwortlich?

    • Ausschließlich die Polizei.
    • Der Inhaber der tatsächlichen Gewalt (Waffenbesitzer).
    • Der Hersteller der Waffe.
    • Das Ordnungsamt.

    Erklärung: Für die sichere Aufbewahrung ist immer derjenige verantwortlich, der die Waffe tatsächlich besitzt und Zugriff darauf hat. Also der Inhaber der tatsächlichen Gewalt, also der Waffenbesitzer selbst.

    Infografik zur Erklärung: Wer ist für die sichere Aufbewahrung von Waffen und Munition verantwortlich?
  11. 11.Was versteht man unter „Schussbereitschaft“ einer Waffe?

    • Die Waffe ist im Holster und gesichert.
    • Die Waffe ist geladen (Patrone in Patronenlager oder Magazin) und kann sofort abgefeuert werden.
    • Die Waffe ist zerlegt.
    • Die Waffe befindet sich im Waffenschrank.

    Erklärung: Schussbereitschaft bedeutet, dass die Waffe geladen ist (Patrone im Patronenlager oder Magazin) und ohne weitere Handgriffe sofort abgefeuert werden kann.

    Infografik zur Erklärung: Was versteht man unter „Schussbereitschaft“ einer Waffe?
  12. 12.Welche Aussage zur „Nothilfe“ mit einer Schusswaffe ist richtig?

    • Nothilfe ist grundsätzlich verboten.
    • Nothilfe bezeichnet die Verteidigung eines anderen gegen einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff.
    • Nothilfe darf nur durch Polizeibeamte geleistet werden.
    • Nothilfe erfordert immer einen Waffenschein.

    Erklärung: Nothilfe ist wie Notwehr, nur für eine andere Person: Man darf einen anderen gegen einen gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriff verteidigen, notfalls auch mit einer Schusswaffe. Ein Waffenschein oder eine besondere Stellung (z. B. Polizei) ist dafür nicht erforderlich, aber die Verteidigung muss immer erforderlich und angemessen sein.

    Infografik zur Erklärung: Welche Aussage zur „Nothilfe“ mit einer Schusswaffe ist richtig?

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