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Prüfungsfragen Sachkundeprüfung §34a Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung

Originale Prüfungsfragen der Sachkundeprüfung §34a Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung – mit den richtigen Antworten und Erklärungen. Der vollständige Fragenkatalog umfasst 60 Fragen, die du alle kostenlos online üben kannst.

Zuletzt aktualisiert: 9. September 2026

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Alle Prüfungsfragen zur Sachkundeprüfung §34a im Überblick

Sachkundeprüfung §34a Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung auf einen Blick

Der offizielle Fragenkatalog der Sachkundeprüfung §34a Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung umfasst 60 Fragen. Alle Fragen stehen hier mit der richtigen Antwort und einer Erklärung kostenlos zum Üben bereit.

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60
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kostenlos online üben
Stand
9. September 2026

Prüfungsfragen für Sachkundeprüfung §34a Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung

Eine Auswahl echter Prüfungsfragen mit den richtigen Antworten und verständlichen Erklärungen. So bereitest du dich gezielt auf Sachkundeprüfung §34a Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung vor.

  1. 1.Wer ist in der Bundesrepublik Deutschland grundsätzlich der Träger des Gewaltmonopols?

    • Die privaten Sicherheitsdienste
    • Der Staat
    • Die Europäische Union
    • Die NATO
    • Die einzelnen Bundesländer und Kommunen

    Erklärung: Das Gewaltmonopol liegt in Deutschland grundsätzlich beim Staat, das heißt nur staatliche Organe (z. B. Polizei) dürfen rechtmäßig Gewalt anwenden. Private Sicherheitsdienste handeln nur im Rahmen der Gesetze und haben kein eigenes Gewaltmonopol.

    Infografik zur Erklärung: Wer ist in der Bundesrepublik Deutschland grundsätzlich der Träger des Gewaltmonopols?
  2. 2.Welche der folgenden Aussagen beschreibt das Prinzip der „Verhältnismäßigkeit“ im Rechtsstaat korrekt?

    • Eine Maßnahme muss immer das mildeste aller verfügbaren Mittel sein, auch wenn es ungeeignet ist.
    • Eine Maßnahme muss geeignet, erforderlich und angemessen sein.
    • Eine Maßnahme darf niemals Grundrechte einschränken.
    • Eine Maßnahme muss immer den maximalen Erfolg garantieren.
    • Eine Maßnahme muss kostengünstig sein.

    Erklärung: Verhältnismäßigkeit bedeutet, dass eine staatliche Maßnahme nur dann zulässig ist, wenn sie geeignet, erforderlich (kein milderes, gleich wirksames Mittel) und angemessen im Verhältnis zum Zweck ist.

    Infografik zur Erklärung: Welche der folgenden Aussagen beschreibt das Prinzip der „Verhältnismäßigkeit“ im Rechtsstaat korrekt?
  3. 3.In welche drei Gewalten wird die Staatsgewalt in Deutschland gemäß dem Prinzip der Gewaltenteilung untergliedert?

    • Legislative, Exekutive, Judikative
    • Bundeswehr, Polizei, Verfassungsschutz
    • Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung
    • Öffentliches Recht, Privatrecht, Strafrecht
    • Presse, Politik, Wirtschaft

    Erklärung: Die Staatsgewalt wird nach dem Prinzip der Gewaltenteilung in drei Bereiche aufgeteilt: Gesetzgebung (Legislative), Ausführung der Gesetze (Exekutive) und Rechtsprechung (Judikative).

    Infografik zur Erklärung: In welche drei Gewalten wird die Staatsgewalt in Deutschland gemäß dem Prinzip der Gewaltenteilung untergliedert?
  4. 4.Was ist das wesentliche Unterscheidungsmerkmal zwischen Öffentlichem Recht und Privatrecht?

    • Im Öffentlichen Recht herrscht das Prinzip der Gleichordnung, im Privatrecht das der Über-/Unterordnung.
    • Im Öffentlichen Recht herrscht das Prinzip der Über-/Unterordnung, im Privatrecht das der Gleichordnung.
    • Das Öffentliche Recht regelt nur Straftaten, das Privatrecht alles andere.
    • Das Privatrecht gilt nur für Kaufleute, das Öffentliche Recht für alle Bürger.

    Erklärung: Im Öffentlichen Recht tritt der Staat dem Bürger übergeordnet gegenüber (Hoheitsgewalt), im Privatrecht begegnen sich die Beteiligten rechtlich auf gleicher Augenhöhe.

    Infografik zur Erklärung: Was ist das wesentliche Unterscheidungsmerkmal zwischen Öffentlichem Recht und Privatrecht?
  5. 5.Was versteht man unter einer „Public Private Partnership“ (PPP) im Sicherheitsbereich?

    • Die vollständige Privatisierung der Polizei.
    • Eine Kooperation zwischen behördlichen Trägern und privaten Sicherheitsunternehmen zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben.
    • Die Übernahme des Gewaltmonopols durch private Firmen.
    • Eine Fusion von Bundeswehr und privaten Söldnerfirmen.

    Erklärung: Bei einer Public Private Partnership arbeiten staatliche Stellen und private Sicherheitsunternehmen zusammen, um bestimmte öffentliche Sicherheitsaufgaben gemeinsam zu erfüllen. Es geht um Kooperation, nicht um die Ablösung oder Privatisierung der Polizei.

    Infografik zur Erklärung: Was versteht man unter einer „Public Private Partnership“ (PPP) im Sicherheitsbereich?
  6. 6.Welche Aussage zur Rechtsstellung privater Sicherheitsmitarbeiter ist korrekt?

    • Sie besitzen dieselben hoheitlichen Befugnisse wie Polizeibeamte.
    • Sie haben polizeiliche Befugnisse, wenn sie eine Uniform tragen.
    • Sie besitzen grundsätzlich nur die „Jedermannsrechte“ und ggf. Übertragene Hausrechte.
    • Sie dürfen bei Gefahr im Verzug Hausdurchsuchungen anordnen.

    Erklärung: Private Sicherheitsmitarbeiter haben keine besonderen Staatsgewalt-Befugnisse wie die Polizei, sondern nur die allgemeinen „Jedermannsrechte“ (z. B. vorläufige Festnahme nach § 127 StPO) und vertraglich oder durch Auftrag übertragene Hausrechte.

    Infografik zur Erklärung: Welche Aussage zur Rechtsstellung privater Sicherheitsmitarbeiter ist korrekt?
  7. 7.Was regelt Artikel 1 des Grundgesetzes?

    • Das Recht auf Eigentum
    • Die Unantastbarkeit der Menschenwürde
    • Die Meinungsfreiheit
    • Das Wahlrecht

    Erklärung: Artikel 1 GG stellt klar: Die Würde des Menschen ist unantastbar und muss von allen staatlichen Stellen geachtet und geschützt werden.

    Infografik zur Erklärung: Was regelt Artikel 1 des Grundgesetzes?
  8. 8.Wann darf ein Grundrecht laut Grundgesetz eingeschränkt werden?

    • Niemals, Grundrechte sind absolut.
    • Nur durch ein Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes.
    • Nur mit Zustimmung des Betroffenen.
    • Nur bei Ausruf des Notstandes.

    Erklärung: Grundrechte können nur eingeschränkt werden, wenn ein Gesetz dies ausdrücklich erlaubt oder auf Grundlage eines solchen Gesetzes gehandelt wird. Eine bloße Zustimmung des Betroffenen oder ein Notstand allein reichen dafür nicht aus.

    Infografik zur Erklärung: Wann darf ein Grundrecht laut Grundgesetz eingeschränkt werden?
  9. 9.Was bedeutet das „Legalitätsprinzip“ im Hinblick auf die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden?

    • Die Polizei darf entscheiden, ob sie eine Straftat verfolgt oder nicht.
    • Die Staatsanwaltschaft ist verpflichtet, bei Verdacht einer Straftat einzuschreiten.
    • Es bedeutet, dass Sicherheitsdienste nur legale Aufträge annehmen dürfen.
    • Es besagt, dass jeder Bürger das Recht hat, Gesetze zu erlassen.

    Erklärung: Das Legalitätsprinzip bedeutet, dass die Staatsanwaltschaft bei einem Anfangsverdacht auf eine Straftat tätig werden muss und nicht frei entscheiden darf, ob sie ermittelt oder nicht.

    Infografik zur Erklärung: Was bedeutet das „Legalitätsprinzip“ im Hinblick auf die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden?
  10. 10.Welches Grundrecht wird durch Artikel 13 GG geschützt?

    • Das Briefgeheimnis
    • Die Unverletzlichkeit der Wohnung
    • Die Berufsfreiheit
    • Das Asylrecht
    • Die Glaubensfreiheit

    Erklärung: Artikel 13 GG schützt die Unverletzlichkeit der Wohnung, also dass der Staat deine Wohnung nicht ohne besonderen gesetzlichen Grund betreten oder durchsuchen darf.

    Infografik zur Erklärung: Welches Grundrecht wird durch Artikel 13 GG geschützt?
  11. 11.Welche Aussage zur „Jedermann-Festnahme“ gemäß § 127 Abs. 1 StPO im Kontext der öffentlichen Sicherheit ist richtig?

    • Sie ist ein hoheitliches Recht, das nur dem Staat zusteht.
    • Sie ist ein Rechtfertigungsgrund, der jedem Bürger unter bestimmten Voraussetzungen zusteht.
    • Sie erlaubt die Festnahme nur durch Sicherheitsmitarbeiter mit Waffenschein.
    • Sie darf nur angewendet werden, wenn die Polizei dies vorher genehmigt.

    Erklärung: Nach § 127 Abs. 1 StPO darf jedermann eine Person vorläufig festnehmen, die auf frischer Tat betroffen oder verfolgt wird, wenn sie entweder der Flucht verdächtig ist oder ihre Identität nicht sofort festgestellt werden kann. Fluchtgefahr ist also keine zwingende Voraussetzung – die nicht sofort feststellbare Identität genügt als Alternative. Die Norm wirkt nach herrschender Meinung als Rechtfertigungsgrund und steht jedem Bürger zu, nicht nur staatlichen Stellen oder besonders qualifizierten Sicherheitsmitarbeitern.

    Infografik zur Erklärung: Welche Aussage zur „Jedermann-Festnahme“ gemäß § 127 Abs. 1 StPO im Kontext der öffentlichen Sicherheit ist richtig?
  12. 12.Was ist unter dem „Opportunitätsprinzip“ im Ordnungswidrigkeitenrecht zu verstehen?

    • Die Behörde muss jeden Verstoß zwingend ahnden.
    • Die Behörde hat einen Ermessensspielraum, ob sie einen Verstoß verfolgt.
    • Der Bürger kann sich aussuchen, welche Strafe er zahlt.
    • Sicherheitsdienste dürfen Ordnungswidrigkeiten selbstständig bestrafen.

    Erklärung: Beim Opportunitätsprinzip entscheidet die Behörde nach Ermessen, ob sie eine Ordnungswidrigkeit verfolgt oder nicht. Es besteht also keine Pflicht, jeden Verstoß zwingend zu ahnden.

    Infografik zur Erklärung: Was ist unter dem „Opportunitätsprinzip“ im Ordnungswidrigkeitenrecht zu verstehen?

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